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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Eltcrvater als Meisterstücke der gothischcn Kunst in Ehrengehalten und seinen Kindern vererbt hatte, mußten denMahagoni-Möbeln oder wenigstens gebeizten Möbeln voneleganterer Form weichen; und da zu einem solchen Amö-blement der Raum zu eng schien, so suchte ein jeder einegeräumigere Wohnung. Die Zahl der Landhäuser reicherPartikuliers im Thiergarten, Charlottcnburg und in eini-gen andern Dörfern der Umgegend, als Schöneberg, Pan-kow, Schönhausen, Lichtenberg, mehrte sich; mit ihnen nahmder Besuch dieser Oerter und der sonstigen öffentlichen Spa-ziergänge in und außer der Stadt zu, und dies nicht bloswie sonst, an Sonn- und Festtagen, sondern auch an Wo-chentagen; daher von allen Seiten Kaffeegärtcn und Wirths-häuser für alle Klassen von Besuchenden entstanden, dage-gen aber wurden manche Gegenden, die sonst zum allgemei-nen Sammelplatze gedient hatten, verlassen. Dieses warbesonders mit dem Zirkel im Thiergarten der Fall. DieRegierung hörte indeß nicht auf, auf die Verschöne-rung anderer Theile des Thiergartens Bedacht zu nehmen,und gab den Berlinern Veranlassung sich immer mehr vonder rechten Seite des Thiergartens zur linken zu ziehen.Auf dieser letzteren Seite wurden um einen in der Gegendeines damals besuchten Gasthauses, des Taroneschen, spä-ter van Löwenschen (No. 35), befindlichen Teich, englischePartien, die sogenannte Pappeln- oder Rousscaus-Inselals Nachahmung des Grabmahls dieses berühmten Philo-sophen in Ermenonville bei Paris u. s. w. angelegt. Weildieser Thcil des Thiergartens früherhin sehr sumpfig war,so wurde das überflüssige Wasser nach dem Floß- oderLandwchrgrabcn geleitet i). Neben und zwischen den Land-

1) Dieser Floß - oder Landwchrgraben geht außerhalb des seble-sischen Theres links aus der Spree, um das Kottbusser- Hallische -und PotSdammerthor, durch den Thiergarten und hinter Bellevuein die Spree. Er entstand bei dem Bau der Festungswerke. Vonder Potsdammer Chaussee an heißt er Schasgraben, und weiterhinThiergartengrabcn.

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