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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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gehabt, daß die Zahl der durch sie beschäftigten Stühlesich immer etwa auf 2900 belief i). Auch die Fabrikat»?der Tücher, wovon ein ansehnlicher Theil zur Bekleidungder Truppen verbraucht wurde, und auch namhafte Liefe,rungcn nach dem Auslande gingen, nahm ebenfalls in die.fem Zeiträume zu; größere Fortschritte machte indcß nochdie Fabrikation der baumwollenen Zeuge, deren Absatz durchden zunehmenden Aufwand in allen Ständen den Unterneh»mern einen reichlichen Envcrb sicherte, und dieser Aufwandwar andrerseits wieder eine Folge des vielen damals inCirculation gefetzten baaren Geldes. Denn es waren seitdem Anfange der Regierung Friedrich Wilhelms II. sowohldurch die verschiedenen Campagnen nach Holland, Schle-sien, Frankreich und Polen als durch einige andere zufäl-lige Umstände so bedeutende Summen aus dem von Frie-brich II- gesammelten Schatze in Umlauf gekommen, daßim I. 1702 dieser Schatz verausgabt, und die Mark baldmit einer Schuldenlast von 28 Millionen beschwert ward.Von diesem Schatze war ein großer Theil im Lande undnamentlich in der Hauptstadt geblieben, und dies führteauf einmal einen Lupus herbei, der die wollenen Zeuge,als Tamis, Serge und Camclotte selbst aus dem sogenann-ten Bürgerstandc immer mehr verdrängte, dagegen aber diekostspieligeren seidenen und baumwollenen Gewänder allge»meiner machte. Der französische Geschmack blieb herrschend,und bei den Trachten sowohl der Männer als der Frauenwar Paris die Richtschnur. Wie aber in FrankreichsHauptstadt die Moden änderten und der Schnitt der Klei-der von Jahr zu Jahre eine andere Form annahm, so ge-schah es auch hier. Von dem Aufwände in den Stoffen,womit man sich bekleidete und dem stets wechselnden Klei»Verschnitte ging man auch zum Lupus in anderen Gegen-ständen über. Die Schränke, Tische und Stühle, die der

1) Weber, der Gcwerbcfreund, Th. I. S. 131 u. ff.