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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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seine Finger in die Wundenmahle des Auferstandenen legt.Unmittelbar über dem Kommuniontisch sieht man die Jün-ger von Emaus, wie sie Christus am Brodtbrechen erkannthaben, der sich nun ihren Augen entzogen hat. Am klei-nen Altar: eine Grablegung. An einem Grabmale des Pre-digers Bruhn: die eheliche Liebe, dabei ein paar Tauben,eine ausgelöschte Fackel und ein welkender Rosenkranz.Hinter der Kanzel auf der Wand gemalt: Paulus halt zuAthen eine Predigt. Unter dem Thurme: die Hoffnung amGrabe eines Rechtschaffenen, und eine Christin steigt auseinem Sarge, welche Enge! offnen; durch letztere beide Ge-mälde hat Rode seinen Eltern ein Denkmal errichtet. Inder Georgenkirche erblickt man an der Kanzel die Tugendenals halberhobene Arbeit; unter der Kanzel: Petrus, dervon der Magd und den Kirchcnknechccn, vor welchen erChristus verleugnet hatte, hinaus geht und weint, beidevon B. Rode. Das Altarblatt in der Sophienkirche, eben-falls von diefcm Künstler, stellt den betenden David vor.Endlich die beiden Gemälde von Rode in der Luiscnstädti-schcn- oder Luisenkirche stellen den barmherzigen Samariterund das Fußwaschcn Christi vor.

Zu den Malern, welche sich unter der Regierung Frie-drich Wilhelms ausgezeichnet haben, können wir denen, wel-che, wie Rode, schon in der Geschichte von Berlin unterFriedrich II- genannt worden sind, hinzufügen: Bardou,die Landschaftsmaler Genelly und Lütke, die Historien- undPortraitmaler Krctschmar, Niedlich, Schumann, Wcitsch,und Mad. F. Robert geb. Tcssaert; zu den Bildhauern,Tcssacrts ausgczeichncsien Schüler, den Rektor und Prof.Schadow, Bardou, Bettkober; zu den Kupferstechern, Bol-lingcr, Fr. Bolt, Buchhorn, Freidhoff, Meno Haas, Henneu. a. m.

Viele Privatpersonen, theils aus eigenen Mitteln, theilsdurch Geschenke des Königs an Baumaterialien oder Geldunterstützt, trugen auch durch die von ihnen erbauctcn statt-lichen Häuser zu Berlin's Verschönerung bei. Der Gene-