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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
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zu theatralischen Vorstellungen gebraucht werden kann.Den bei Monbijou befindlichen, gegenwärtig täglich Vor-und Nachmittags dem Publikum geöffneten Garten, ließ dieKönigin ebenfalls sowohl durch Ankauf verschiedener Grund-stücke vergrößern, als durch Anlage neuer englischer Par-tien, Tempel, Lust- und Ruhehäuser, eines Badchausesvon Gipsmarmor, dsln de ldlscon genannt u. s. w. ver-schönern.

Zu diesem Schlosse, wovon der Garten von der einenSeite an der Spree, von der andern an der Oranienbur-gerstraße grenzt, kommt man durch die kleine Präsidenten-siraße über dem im I. 1792 gepflasterten Monbijouplatz,von Alt-Berlin aus vermittelst der über den Festungsgra-ben zur Verbindung von Berlin mit der Spandauervor-stadt angelegten ehemaligen hölzernen neuen Friedrichsbrücke,die im I. 1799 1792 von Langhans aus Steinen auf-geführt worden ist. Sie hat 2 Bogen, ist 36 Schrittelang und 18 Schritte breit; auf dem steinernen Seitcnge-ländcr erblickt man von jeder Seite eine kolossale steinerneGruppe, deren eine den Herkules darstellt, wie er in Be-griff ist, den Ncmäischcn Löwen zu zerreißen, und die an-dere denselben, im Kampfe mit dem Centaurcn Ncssus.An jedem Ende des Geländers liegt eine große steinerneSpinx mit Laternen. Seit dem obgedachtcn Neubau dieserBrücke heißt sie die Monbijou- oder Herkulcsbrücke,und die sonstige große Pomcranzenbrücke, welche im 1.1792ganz neu erbauet und mit Bohlen belegt wurde, wird nun-mehr allein die Friedrichsbrücke oder auch neue Frie-drichsb rücke genannt, weil sie aus Köln nach der neuenFriedrichsstraße in Berlin führt.

Im großen königlichen Schlosse waren die Zimmer derdamaligen regierenden Königin, für die Zeit wo sie nichtin Monbijou wohnte, im zweiten Geschosse, von der Seitedes äußern Schloßhofcs eingerichtet worden. Die ZimmerFriedrich Wilhelms 11 im nämlichen Geschosse, theils vonder Seite des Lustgartens, theils in dem innern Schloß-