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Hofe sind nach der Angabe des Freiherr» von Erdmanns,dorf aus Dessau und des Majors von Gontard im I. 1788ganz neu eingerichtet worden, bis auf einige wenige vomAudienzzimmer rechts, deren Dokoration und Meublirungder Hofrath Bauer, Kastellan dicfes Korps de Logis schonvon 1786 bis 1788 besorgte. In allen ist Pracht mitEleganz und Geschmack verbunden. Im ehemaligen Pfci-lerfaale, über dem zweiten Portale, wurden die Pfeiler,welche denselben trugen, bei der Umstellung im I. 1788unnöthig befunden und weggekrochen. Die Statüe desMarc-Aurels aus Italien; eine Venus, die ehedem in Sans-Souci stand, zwei Kronleuchter von Krpsiall de Roche zier-ten ihn. Die übrigen Pieren schmücken schöne Gemälde,Harfen- und Flötcnuhren von Möllinger, eine von demsel-ben, die den Auf- und Untergang der Sonne zeigt, vortreff-liche Mendels und Arbeiten von Bartels, Roscnbcrg, Fied-ler, Röntgen aus Neuwied; im Audienzzimmer, ein großerKronleuchter von Krysiall de Roche, woran die große reineKugel merkwürdig ist, ein Spiegel aus der Splittgerber-schcn Fabrik zu Neustadt an der Dosse, 192 Zoll hoch, 52Zoll breit u. f. w.
Wahrend daß im I. 1789 in der Lindensiraße, nebendem Kammergerichte, eine Straße durchgebrochen wurde,die unter der Benennung von Husarensiraße nach einemneu erbauten Husarenstalle führt, und daß im 1.1799 dieGertraudten- oder Spitalkirche mit ihrem Thurme ausge-bessert und angestrichen, und auf dem Fricdrichswcrdcr dieVorderseite der sogenannten alten Münze No. 2—3 in derUnterwasserstraße neu gebauct und erweitert wurde, erbaueteLanghans im I. 1789 aus Quadersteinen die vom Haus-voigtciplatz nach der Mohrcnsiraße führende, zur Verbin-dung des Friedrichswerders mit der Friedrichssiadt überden Festungsgraben dienende, Mo hrenstraßcn brücke,und besetzte sie zu beiden Seiten mit einer Kolonade, dori-scher Ordnung, hinter welcher Kramladen befindlich sind.Aber das bei weitem wichtigste Werk von Langhans unter