früher bemerkt, den Freih. v.Knobclsdorfmit diesen Einrichtun-gen beauftragte. Von dieser Zeit an ging die größte Breite desThiergartens vom Potsdamerthore bis an den Untcrbaum,und die Länge vom Brandcnburgerthorc, bis an die Brückeüber den Floßgraben, unweit der Mühle. Die größteBreite ist daher ungefähr 289 rhcinl. Ruthen, und dieLänge 716 Ruthen, so wie der Flächeninhalt zu 829 Mor-gen angenommen wird. Durch die ganze Länge geht diebreite mit hohen Bäumen eingefaßte Landstraße nach Char-lottcnburg. Am Brandenburgerthore stehen gleich bei demHeraustreten aus der Stadt links zwei kolossalische Sta-chen, den pythischcn Apollo mit dem Vogen, und den ApolloMusagetes (nach andern Herkules der Musenführcr), mitder Leier vorstellend. Rechts, nach der Spree zu, liegt derExerzierplatz, ein längliches mit Bäumen umgebenesViereck, von mehr als 2999 Schritten in Umfang, auf denieine Parade von 39,999 Mann abgehalten werden kann.Diesseits dieses Platzes führt eine Allee, die Kurfürstenalleegenannt, nach einem großen Platze an der Spree, welcherder Kurfürstenplatz oder der Zirkel genannt wird.Dieser mit einer doppelten Allee von hohen Eichen undUlmen eingefaßte Zirkel, von dem neun Baumgänge, nachder ehemaligen Zahl der deutschen Kurfürsten abgehen, warzu der Zeit Friedrichs II., an schönen Sommertagen, vor-züglich an Sonn- und Festtagen, des Nachmittags undAbends, der Sammelplatz der Spatzierenden aus allen Stän-den, welche thcils unter den Alleen hin- nnd herwandeltcn,thcils auf den dort befindlichen Bänken ausruhetcn. Oes-ters waren, auf Befehl der damaligen Gouverneure vonBerlin, des Generals voll Ramm, und nach ihm des Fcld-marschalls von Möllcndorf, hinter den Baumgruppen, vondem Thore an bis zum Zirkel, die Hautboistcn der Regi-menter verborgen, welche abw-echselnd die Luft von ihrerJanitscharcn-Musik ertönen ließen. Im Zirkel selbst säheman Tausende von Menschen zu Fuß, zu Pferde und inWagen. Selbst die Mitglieder der königlichen Familie und
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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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