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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Diese Hinneigung des Hofes zu Lustbarkeiten und öf-fentlichen Vergnügungen verlor sich bei Annäherung dessiebenjährigen Krieges, und hat nach Beendigung desselbennicht wieder im nämlichen Grade statt gefunden, theils weilweniger Veranlassung dazu war, theils weil der König dasGeld vorzüglich zu Bauten verwandte. Nur die ernsthaf-ten und komischen italienischen Opern und das französischeSchauspiel hatten noch einiges Interesse für ihn. Pots-dam, der Lieblingsaufcnthalt Friedrichs II-, war indeß nichtnur erweitert, sondern auch ausgebauet, und es faßten dievon dem Könige in Potsdams Umgegend angelegten Schlös-ser und Gärten alles zusammen was Natur und Kunst ineiner gegebenen Zeit nur Reizendes aufweisen können. DerHerrscher, der dort wohnte, war als Regent, als Held, alsPhilosoph und schöner Geist so bewunderungswürdig, daßJeder begierig war, ihn, sei es auch nur von Ferne, zu er-blicken. Groß und kräftig stand in der Mitte des europäischenStaatensystems die von ihm zu ihrer hohen Bestimmunggeführte Monarchie, und Berlin als deren Hauptstadt wardurch ihre Verschönerung und vermehrte Bevölkerung, durchdie geistige Bildung und den Gewerbefleiß ihrer Bewoh-ner, der Abglanz, so zu sagen die Blüthe des Reichs ge-worden, wozu sie gehörte. Fürsien, Gesandten, vornehmeund begüterte Privatpersonen, berühmte Gelehrte und schöneGeister aller Nationen wurden entweder durch die politischeVerhältnisse oder durch den Wunsch hierher gezogen, diesevon Friedrich II. verherrlichten Residenzen und den hohenGeist kennen zu lernen, dem diese Schöpfungen ihre allmäh-ligc Entwickclung verdankten.

Friedrich II. kleidete sich im Anfange seiner Regierungnach dem damals herrschenden Pariser Geschmacke; später-hin, und besonders nach dem siebenjährigen Kriege, sah

Mann zu schätzen und einen freundschaftlichen Briefwechsel mit ihmzu unterhalten.