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man ihn nur in der Gardcuniform oder in einem militairi-schcn Jnterimsrocke. Sein Anzug war dabei gewöhnlichsehr vernachläßigct, nichts desto weniger liebte er aber andiejenigen Personen, welche zu seiner Bedienung gehörten,oder die sich ihm näherten, gewählte und sogar in die Au-gen fallende Kleider. Wie man sich am Hofe trug, wolltesich gern jeder tragen, und Frankreich war dabei das Mu-ster, nach dem alles gemodelt wurde. Bei den Männernwaren die Röcke meistens von kurzer Taille, mit langenSchößen, breiten Aermeln, großen Knöpfen, des Staateswegen aber mit seidenem Unterfutter versehen. Auf dieFarben kam vieles an; Seladon, Bleumourant, Mortdore,Couleur de Chair, Grisdelin, Pfirsichblüthe, Ponceau,Feuerfarbe und dergleichen wurden vorzüglich geliebt. Män-ner von einigem Ansehen oder Range, ließen ihre Röckekünstlich sticken, oder mit goldenen und silbernen Tressenreichlich besetzen oder vielmehr beschweren. Dadurch wurdebesonders ein gewisser Vorzug an Stand und Vermögenbehauptet. Zu den Westen wurde Gold - oder Silbcrsioss,oder seidenes Zeug, feines Tuch auch Sammet genommen;Stickereien, so wie Tressen, wurden bei der Verzierung nichtverschont. Auch hatte die Weste lange Schöße, und waralso auch deshalb kostbarer, da sie mehr Zeug und Besatzerforderte. Nicht weniger hielt jeder nach Vermögen auffeine Leibwäsche. Die Oberhemden mußten von der schön-sten Leinewand sein, und die daran befindlichen Jabots undManchetten waren entweder von kostbaren Kanten odermühsam ausgenähet. Diejenigen, welche dabei sparsamerzu Werke gehen wollten, ließen Manchetten und Jabotsnicht an dem Hemde, sondern, damit sie, wenn man nachHause kam, sogleich bei Seite gelegt und vor Vcschmutzungbewahrt werden konnten, an den Röcken und Westen befe-stigen. Der Haarschmuck bestand entweder aus Perückenoder aus mehreren fliegenden, gekräuselten und gepudertenLocken, mit Haarbcutcln, aus denen ein breites schwarzesBand sich um den Hals schlug. Zur Kopfbedeckung diente