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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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In jedem Karneval wurden zwei Opern aufgeführt, de-ren jede man fünf- oder sechsmal spielte. Auch am 27.Marz, bei dem Geburtstage der Königin Mutter (deren ge-wöhnlicher Aufenthalt in Monbijou war, und die im I.1757 starb), bei hohen Vermahlungen, Besuchen, und an-deren großen Festen wurden, auf bcsondern königl. Befehl, imOpcrnhause italien.Opern gegeben. DcrEingang zu denselbenwar überhaupt uncntgeldlich. HinterdemOrchesier war cinHalb-zirkel von Lehnsiühlen, für den König und diejenigen Perso-nen die er zu seiner Begleitung wählte. Im ersten Rangewar in der Mitte die königl. Loge, und die übrigen Logenwaren für den Adel, die Parterre-Logen und den zweitenund dritten Rang nahmen die hiesigen und fremden Mini-ster, die Räche der hohen Landcskollegien, die zum Hof-staate gehörigen Personen und die Fremden bürgerlichenStandes ein. Im Parterre befanden sich die Offiziereund eine Anzahl Soldaten die auf Befehl dahin geführtwurden, auch andere anständig gekleidete Mannspersonenaus dem Zivilstande. Der Anfang der Oper war gewöhn-lich um 6 Uhr, und Sänger wie Porporino, Partino, Sa-limbeni, Concialini, Tossoni, Tombolini; Sängerinnen wiedie Astroa, Farinella, Laura, die Schmäling-Mara, dieSignora Carrara und Todi, machten zu verschiedenen Zei-ten die berlinischen Opern-Vorstellungen zu den ausgczcich-nesicn in Europa. Die italienischen Jntermezzo's, zu denender König besondere Sänger und Sängerinnen hatte, wur-den auf den Hoftheatern in den Schlössern zu Berlin undPotsdam aufgeführt. Eins der glänzendsten Hoffeste indem Zeiträume vor dem siebenjährigen Kriege, wozu dieAnkunft des Markgrafen von Baireuth und seiner Gemah-lin, Schwester des Königs, Veranlassung gegeben zu ha-ben scheint, ist das im I. 1750 im Lustgarten zu Berlinan, 25. August aus vier Quadrillen bestehende Karousscl-reiten, was am 27. des Abends bei Erleuchtung wieder-holt wurde. Für die zahlreichen Zuschauer waren Gerüsteerbauet, und die Preise thcilte die Prinzessin Amalia, Schwe-