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sten Portale an diesem Platze war der große Kur - undSpeisesaas und über dem zweiten Portale der Vorsaal zudes Königs Zimmern, in welchem bei seiner Anwesenheit dieGarde du Korps Wache hielten. Weiter herunter, jenseitsder daselbst befindlichen steinernen Treppe, bis an die Eckenach der Stechbahn, waren die Zimmer des Neffen undnachherigen Nachfolgers Friedrich II-, des Prinzen vonPreußen; und hinter denselben, nach dem Schloßhofe zu,die Zimmer der Prinzessin von Preußen, die ihren Eingangauf der Eosanderschen großen Treppe von der Seite derSchloßfreiheit hatten. Aus dem Schweizersaale, so genant,weil zu Zeiten Friedrichs I. dort Schweizer, später aber einGrenadicr-Dctachement, Wache hielten, im dritten Geschossetrat man in die Zimmer der Königin, welche um die Eckenach der langen Brücke herum bis über das zweite großeSchlütersche Portal gingen ^). Da der König, währenddes Sommers in Sans-Souci residirte, im Winter zwarabwechselnd in Potsdam und in Berlin wohnte, doch so, daßPotsdam den Vorzug hatte, so verwandte er wenig auf dieAusschmückung seiner Zimmer und eben so wenig auf dieder Königin im hiesigen Schlosse, da letztere außerdem sicheinen Theil des Jahres in Schönhausen aufhielt. Nur beider Rcvüe oder sonstigen Manövern der Garnison oder imKarneval, oder bei Vcrmählungsfeiern und andern fest-lichen Gelegenheiten, begab sich der König nach Berlin,und dann fehlte es nicht an prachtvollen Festen, Gastmäh-lern, Bällen, Feuerwerken, Illuminationen, Redouten undOpern. Das Karneval pflegte in der Mitte des Dezem-bers anzufangen, und wurde den 24. Januar, am Geburts-tage des Königs, geschlossen; die Feierlichkeiten waren fol-gcndcrmaaßcn cingetheilt: Sonntags und Donnerstags großeKour bei der Königin; Montags und Freitags Oper;Dienstags, Redoute oder maskirtcr Ball, im Opernhaus?.
1) Nicolai, Th. l. S. 110 u- ff.