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Prachtsale im dritten Stockwerke, welche zu großen Hostfeierlichkeitcn benutzt werden, bereits unter der vorherge-henden Regierung vollendet worden. Nur das Chor imRittcrsaale, was aus massivem Silber bestand, ließ derKönig im Kriege einschmelzen, um Geld daraus zu schla-gen und an dessen Stelle das gegenwärtige von Holz mitSilberplatten anfertigen. — Der Vater Friedrichs II.,König Friedrich Wilhelm l bewohnte die Zimmer im zwei-ten Geschosse, nach dem Lustgarten zu, vom zweiten Por-tale an bis um die Ecke nach der Freiheit hin. Ueber demersten Portale von der Schloßbrücke aus war ein Parole-Zimmer, durch einen Bau so eingerichtet worden, daß esdas Portal durchschnitt, damit der König Friedrich Wil-helm I. der oft mit Gichtschmerzen befallen war, von dort-aus die Wachtparade im Lustgarten gehörig sehen konnte.Da dieser Bau aber das Ganze verunstaltete, so ist er voreinigen Jahren abgerissen worden, und das Portal in sei-ner ehemaligen schönen Gestalt wieder hergestellt worden.Außer den vielen Landeskollegien und Kassen, als derStaatsrath, das Gencraldircktorium, die kurmarkische Krie-ges- und Domainenkammer mit ihren Archiven, Registra-turen und Bureaus und den Amtswohnungen der Hofbe-dienten u. s. w. die einen Theil des Schlosses, vorzüglichin den Erdgeschossen sowohl im inncrn Schloßhofe als vonder Seite des Schloßplatzes, einnahmen, außer den, zurAufnahme fremder fürstlicher Personen, bestimmten Woh-nungen, z.B. die polnischen Kammern, nach dem Lustgartenzu, von der Seite der Hofapotheke, sogenannt, weil im I.1728 der König August von Polen dort wohnte, die Petit-zimmer, von der Seite der Schloßfreiheit und des Lustgar-tens, und im dritten Geschosse, vom Schweizersaale gerade aus,nach dem Schloßplatze zu die braunschweigischen Kammernu. s. w. bemerken wir, daß die Wohnzimmer des Königs Frie-drichs II- sich im zweiten Geschosse von der Wasserseite umdie Ecke nach dem Schloßplatze zu, befanden; über dem er-