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gekauft und Friedrich Wilhelm I. sie mit der königl. Bi-bliothek vereinigen lassen. Friedrich II. fügte noch die vonden Erben des Obersten Guichard, dem der König denBeinamen von Quintus Jcilius gegeben hatte, gekaufteBibliothek und große Sammlung von Plänen undLandkarten, hinzu. Die damaligen Bibliothekare Stoschund Pernctti) mußten aber dieser Bibliothek, so wie derSpanheimischen, in dem neuen Bibliothckgcbäude eine ab-gesonderte Aufstellung geben.
Leidenschaftlicher Liebhaber der Musik, hatte Friedricheine treffliche Kapelle, (wobei sich Graun, Agricola, Rei-chard als Kapellmeister, die Gebrüder Bachmann, der Cvn-ccrtmeister Franz Benda und sein Sohn Friedr. WilhelmHeinrich Benda, Düport, Karl Hacke, Hansmann alsVioloncellisten oder Violonistcn, Karl Fasch als Klavier-spieler, Ouantz auf der Flöte, Brennessel auf der Harfeu. f. w. auszeichneten); unterhielt eine große italienischeOper und eine Opera Buffa, für welche Italien die untennäher bezeichneten Sänger, Frankreich die Tänzer lieferte,so wie Fcchhelm, Gagliari, Rosenberg, Verona die Deko-rationen für dieselben malten. Da man für die Chöre inden Opern junge Leute brauchte, die von der Musik Kennt-nis hatten, so wurden in den Gymnasien und SchulenSingcstunden gehalten, und als Beweis, daß die Musikanfing, bei den Berlinern immer in größerer Achtung zukommen, können wir anführen, daß der KammermusikusSchale und der Dom-Organist Sack, im I. 1751, jedereine sogenannte musikübende Gesellschaft stifteten, welche zuihrem Vergnügen und zur Erweiterung der Kunst, die bestendamals bekannten Tonkünste der berühmtesten Meister auf-führte.
Friedrich II. , außer den italienischen Opern und Jn-tcrmezzo's, liebte auch sehr das französische Schauspiel.Ein Pantomimenspieler Berge baucte in der Oranienbur-gcrsiraße unweit Monbijou im 1.1760 ein kleines Schau-