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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Die unter Friedrich I. gestiftete und unter FriedrichWilhelm I. beinahe ganz verkümmerte, Sozietät der Wis-senschaften ward im 1.1743 unter dem Namen einer Aka-demie der Wissenschaften hergestellt, und erhielt ihreorganischen Gesetze. Der König selbst blieb Beschützer.Die Oberaufsicht wurde vier Staatsministern als Kurato-ren anvertrauet, nämlich den Grafen von Schmettau undvon Götter, den Herrn von Viereck und von Bork. DieAkademie ward in vier Klassen, jede aus sechs Mitgliedernbestehend, gesondert, von welchen die erste sich mit derPhysik, die zweite mit der Mathematik, die dritte mit derspekulativen Philosophie, die vierte mit der Geschichte undPhilologie beschäftigte. Sechszchn Plätze wurden für Eh-renmitglieder bestimmt. Den 23. Januar 1744, als andem Tage vor dem Geburtstage des Königs, hielt die neueAkademie ihre erste Versammlung in dem königl. Schlosse.Hier vcrsammlcten sich die Akademiker alle Donnerstage,bis sie, im I. 1749 ihre Sitzungen in dem obcrn Stock-werke des wieder aufgebauetcn königl. Marstalles unterden Linden halten konnten. Die Akademie erhielt eine denfranzösischen Instituten dieser Art nachgebildete Form, sowie alles in französischer Sprache abgehandelt wurde. Im1.1746 wurde Maupertuis als Präsident der Akademie an-gestellt; nach seinem Tode im I. 1759 blieb die Stelleaber unbesetzt. Viccpräsident war der Gcheimcrath vonJordan, ein Liebling des Königs, und bekleidete das Amtbis im I. 1747, wo er starb. Die Akademie hatte inihrem Lokal unter den Linden eine Bibliothek, und eineSammlung von mathematischen Instrumenten, Naturalien,Modellen. Eben so gehört zu dieser Anstalt die Stern-warte, in der Dorothecnstraße No. 64, mit ausgezeichnetenastronomischen Instrumenten versehen, gegenüber in demHause No. 7 ein chemisches Laboratorium, und außerhalbder Stadt, unweit Neu - Schöneberg, ein großer botanischerGarten.

Daß die Akademie als Trägerin der damaligen geisti-