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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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gen Kultur in den preußischen Landen, beinahe aus lauterin Frankreich oder in der französischen Schweiß gebor«neu Mitgliedern bestanden, und daß selbst diejenigen welchedeutschen Ursprungs oder der deutschen Sprache kundigwaren, als Eulcr, Lambert, Mcrian, Schnitze, ihre Vor-träge in französischer Sprache halten mußten, lag in derVorliebe des Königs für Frankreichs Sprache und Littera-rur, und diese Vorliebe stammte wiederum aus dem Zu-stande der schönen Wissenschaften in Deutschland zu derZeit wo Friedrich 11 seine erste Bildung erhielt und wodie einheimische Litteratur noch gar nichts darbot, wodurchsie sich mit den Erzeugnissen der französischen hätte messenkönnen. Aber selbst der Kaltsinn, den Friedrich der Litte-ratur Deutschlands nicht allein vor dem siebenjährigenKriege, sondern auch nach dem Hubcrtsburger Frieden be-wies, trug dazu bei, dK bessern Köpfe anzuspornen, demKönige, der in so vielen Rücksichten den Beinamen desGroßen verdiente, aber seine Abneigung gegen die vaterlän-dische Litteratur und Dichtkunst noch nicht ablegen konnte,zu beweisen, daß die deutsche Sprache kein Hindcrniß seifür gute Geistesproduktc. Dichter wie Ramler, von Kleist,Gleim, von Göckingk, Engel, Burmann, die Karschin undihre Tochter Karol. Luise von Klenk, die entweder in Ber-lin selbst oder in geringer Entfernung von der Hauptstadtlebten, erwarben sich den Beifall unparthciischer Zeitgenos-sen eben so sehr durch den Wohlklang ihrer Verse, alsdurch die Stärke, Wahrheit oder geistvolle Lebendigkeit ih-rer Gedanken. Diesen schönen Geistern müssen wir alseinen der vorzüglichsten Köpfe sowohl durch den Umfangseiner Kenntnisse, als durch seinen Scharfsinn, seinen ge-läuterten Geschmack und seinen schlagenden Witz zugesellen,nämlich Gotth. Ephraim Lessing, der sich mehrere Jahrehier aufhielt. Ihm übertraf an Korrektheit und Zartheitdes Ausdrucks, wenn er ihm vielleicht auch in seinen phi-losophischen Ansichten und Conceptionen zurück stand, derzu Dessau von jüdischen Eltern im I. 1729 geborne und