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erzogen und vorbereitet werden sollten. Die Anstalt, vomKönige unterstützt, der ihr eine eigene Buchhandlung ver-stattete, schaffte sich eine ansehnliche Sammlung von Ma-schinen, Instrumenten und Modellen an, und legte in derZeit wo der Ober-Inspektor der Charite, Habcrmaaß undder Kammerrath Krctschmar auf dem sandigen Boden, zwi-schen dem Oranienburger- und Hamburgerthore, Versuchemachten, um diese damalige Wüstenei anzubauen i), näm-lich im I. 1753, vor dem Potsdammcrthore, in der Naheder Stadtmauer (No. 4) auf einem daselbst befindlich ge-wesenen Gottesacker zur Beerdigung der anatomifirtcn Lei-chen, einen botanischen Garten an, der jetzt in einen Kaf-feegartcn verwandelt, noch davon die Benennung vonSchulgarten beibehalten hat.
Um einen gebildeten Offizierstand zu erziehen, beschloßFriedrich II- im I. 1765 außer dein Kadcttenhause, eineRitterakademie (Levis vcklitsii-s) zu stiften, welchezuerst in den beiden obcrn Geschossen des königlichen Stal-les in der breiten Straße untergebracht wurde, und vomI. 1769 an ein eigenes Gebäude, wie wir es schon gese-hen, (Burgstraße No. 19) erhielt.
1) Habermaaß besaß auch an der Spree, dicht an der Stadt-mauer, hinter dein Excrcicrplatze eine Meierei, die im löten Jahr-hundert ein kurfürstliches Vorwerk war, daS Joachim Friedrich imI. 1604 seiner Gemahlin Eleonora verlieh, und daS nebst dem dabeigelegenen Weinberge im I. 1670 der Kursürstin Dorothce aus Le-benszeit zufiel. Im I. 170S ließ König Friedrich.1. das WohnhauSan der Spree zu seinem Vergnügen bauen. Durch die Anlegungdes Schönhauser Grabens, durch den Trcckschuytendamm und denBau deS Charitchauses verlor dieses Vorwerk den größten Theil sei-ner Grundstücke. Den übrigen Theil erhielt Habermaaß in Erbpachtund machte dort ebenfalls ökonomische Versuche.
Eine Kolonie von Böhmen baucte sich vor dem Dorfe Schöne-berg, unter Leitung des Kretschmar und des Obersten von Nctzowan, und so entstand Ncu-Schönebcrg, was von Berlin auS vorAlt-Schöneberg liegt, s. Nicolai, Th. 1. S. 179 — 170. König, Th.V. Iste Ablh. S. 124 u. löst.