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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Eine ähnliche Vereinigung fand im I. 1742 zwischen demFricdrichswcrderschen und dem wenige Jahre vorher aufBefehl Friedrich Wilhelms I. gestifteten, aber aus Man-gel eines hinlänglichen Fonds nicht gcdeicndcn Friedrichs-städtischen Gymnasium. Dieses vereinigte Gymnasium be-fand sich noch immer im obcrn Geschosse des WcrderfchenRathhauscs. Unter dem Rektorat des nachmals als Prof.der Theologie in Halle so bekannt gewordenen Dr. Joa-chim Lange (von 1697 bis 1799) erhielt die WerderscheSchule eigentlich das Prädikat eines Gymnasiums, undward als solches im I. 1791 feierlich eingeweiht. NachLangcns Abzug fing der Flor des Gymnasiums wieder anabzunehmen. Es sank und stieg abwechselnd, bis es end-lich in den letzten Jahren des im I. 1776 im 81 Jahreseines Alters verstorbenen Rektor Küster, des Verfassersdes Werks: altes und neues Berlin, ganz unbeträchtlichward. Seitdem aber der Obcrkonsistorialrath Gcdicke imI. 1779 zum Direktor des Gymnasiums ernannt worden,kam es in kurzer Zeit zu einem solchen Flor, daß es mitden andern berlinischen Gymnasien wetteifern konnte. Auchdas französische Gymnasium wurde durch den Eifer deszum Direktor desselben im I. 1766 gewählten Ober-Kon»sistorialraths Ermann beträchtlich verbessert, und im I.1779 ward mit dem Gymnasium ein theologisches Scmünarium verbunden, dessen Absicht dahin ging, Geistliche fürdie französischen Kolonien in den preußischen Staaten zubilden i). Im I. 1747 gründete der Prediger an derhiesigen Drcifaltigkcitskirche, Johann Julius Herker, aufder Fricdrichssiadt, Kochstraße No. 66, eine ganz neue Artvon Schule, die er eine ökonomisch-mathematische Real-schule nannte, in welcher junge Leute zur Handlung, zumBauwesen, zu Künsten und Gewerben, desgleichen zurHaushaltung in den Städten und auf dem platten Lande

1) Nicolai, Th. II- S. 741 748.