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hm, und sich von Tage zu Tage mehren. An Gymnasienwaren damals vier in Berlin, nämlich das Joachimsthali-sche, das berlinisch-kölnische, das wcrdersche und das fran-zösische Gymnasium.
Das Joachimthalsche Gymnasium, unter einem beson-dern Schuldirektorium, hat zweierlei Schüler, Alumni undHospites, die ersieren wohnen in der Anstalt, und zwar160 ganz frei, die übrigen aber gegen eine geringe wöchent-liche Bezahlung; die Hospites besuchen nur die Lehrstun-dcn und wohnen bei ihren Eltern, oder wo sie fönst wol-len. Im I. 1779 wurden auf königlichem Befehl in derMethode und dem Umfange der' Schulobjektc Veränderun-gen gemacht, welche vorzüglich zum Zweck hatten, die ge-lehrten Sprachen, Logik und philosophische Geschichte, Rhe-torik, Geschichte u. f. w. besser zu betreiben. — Das köl-nische Gymnasium verlor im I. 1730 fein Schulgcbäudedurch den heftigen Brand, welcher die Petrikirche verwü-stete, und bekam nun seinen Sitz in dem größten Theiledes Mittlern Stockwerks des kölnischen Rathhauses. Un-ter dem Rektor Christian Tobias Damm, nahm die Anzahlder Schüler nach und nach sehr ab, so daß sich derselbeam Ende dem Unterrichte in der Ansialt ganz entzog. AufAntrag des damaligen Probsics in Köln, Joh. Pe-ter Süßmilch, wurden im I. 1765 die drei obcrn Klassendes berlinischen und kölnischen Gymnasiums unter demEphorat der Pröbsie zu Berlin und Köln, und dem Na-men von berlinisch-kölnischem Gymnasium imgrauen Kloster vereiniget, und aus den übrigen oderuntern Klassen eines jeden, eine Stadtschule, die eine indem grauen Kloster, die andere auf dem kölnischen Rath-hause errichtet. Die feierliche Eröffnung dieses vereinigtenGymnasiums und der beiden Stadtschulen geschähe am29. Mai 1767, und der berühmte Dr. Anton Friedrich Bü-sching wurde zum Direktor fammtlichcr Anstalten ernannt i).
1) Nicolai, Thl. U. S. 738.