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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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torium bekam die Aufsicht über das Münzen in dein alten Münz-gcbäudc, Unterwassersiraße No.23 und in der neuen Münze,Münzstraße No. 10. Höchst wohlthätig wirkte diese Maas-reget, da zugleich niit der Ausgabe des neuen Geldes, voml. Juni an das Agiotiren bei harter Strafe verbotenwurde, und eine besonders dazu ernannte Kommission sichdamit beschäftigte, die Preise der Lebensmittel und die derWaarcn, so wie der Handwerker und der dienenden Volks-klasse nvch dcnl veränderten Münzfuße festzusetzen ^).

Wenn im allgemeinen das Land durch den Krieg ge-litten, so hatten doch auch mehrere Einwohner durch Liefe-rungen und Spekulationen aller Art gewonnen, und dieserWohlstand einzelner Individuen brachte, nach dem sieben-jährigen Kriege, den sogenannten Häuserschwindel in Ber-lin hervor, welche Gebäude und Miethen so sehr in dieHöhe trieb, daß darüber alle Verhältnisse zu den wirklichenVermögensumständen der Bürger aufgehoben wurde. Daindeß die Bevölkerung der Hauptstadt nicht in dem Maaßcwuchs wie die Spekulanten es erwartet hatten, so senktesich alles sehr bald in die alten Verhältnisse zurück, seitdemmehrere Hausbesitzer ihre Grundstücke mit einem empfind-lichen Verluste hatten veräußern müssen.

Schon haben wir früher gesehen was Friedrich II.gcthan, um Berlin und Potsdam, nach dem I. 1763, zu

er-

Groschen, der Groschen zu 12 Pfennige. Die gangbaren Silbermün-zen waren Thalcr, halbe und viertel Thaler, ferner 8-, 4- und 2-Groschcnstücke. Vierzehn Thaler KurrentgeldeS haben eine Markfein Silber. Scheidemünzen waren 1 Gr. 6 Pf. 3 Pf. und 1 Pf.Stücke. Die Goldmünzen sind doppelte, einfache und halbe Frie-drichsd'or und Dukaten, der Friedrichsd'or zu 5 Reichsthaler nebst demAgio nach dem Kourse; der Dukaten zu 3 Thaler nebst einigen Gro-schen an Agio. 33 ganze Friedrichsd'or müssen eine Mark wiegen.Auch kursirten mehrere fremde Gold - und Silbcrmünzen. Gegen-wärtig wird Alles nach Thalern zu 30 Silbergroschen, der Silber-groschen aber zu 12 Pf. gerechnet.

1) Fr. Buchholz, 1827. S. 6.