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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
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erweitern und verschönern, aber noch müssen wir die Insti-tutionen beschreiben, die in der nämlichen Periode, näm-lich von 1763 bis 1786, entstanden sind, und denen dieHauptstadt ihre gegenwärtige Entwickclung zum Thcil ver-dankt.

Der Jtaliäncr Calsabigi legte dem Könige imJ. 1763den Plan zu einer Zahlenlotterie vor i), die Friedrichgenehmigte, und in dem dieserhalb erlassenen Patente er-klärte, wie es ihm darauf ankäme, neue Quellen aufzufin-den, theils zur Belobung der dem Staate geleisteten Dienste,theils zur Verschönerung der Hauptstadt und zur Empor-bringung des ganzen Landes, theils endlich zur Aufmunte-rung der Künste und zur Belebung des,Fortgangs des Handelsund der Gewerbe. Hierzu sollte auch diese Lotterie beitragen.Aus den Überschüssen jeder Ziehung sollten fünfMädchcn eineAussteuer erhalten, und die Ziehung jedesmal auf demNathhaufe durch zwei Waisenknaben, in Gegenwart desGouverneurs, des Lotteric-Kommissarius und zweier Schöp-pcn geschehen. Im Anfange wurde die Lotterie für königl.Rechnung verwaltet, dann dem zum Geheimen Finanz -und Kommerzienrath erhobenen Calsabigi, und als diesernicht bestehen konnte, den Grafen von Reuß und von Eich-städt und dem Baron von Geuder im I. 1766 in Pachtgegeben. Seit dem I. 1767 ging der Zahlenlottcrie eineKlasscnlotterie zur Seite.

Die zweite Schöpfung in dieser Periode ist die Stif-tung der königl. Bank im 1.1764. Für ihren Urhebergilt Calsabigi. Ehe sie ihren gegenwärtigen Wohnsitz, Jä-gerstraße No, 34, einnahm, verrichtete sie ihre Geschäfte indem Thicloschcn Hause auf der Dorotheenstadt, war an-fänglich eine Giro - und Zcttelbank, zu welchem BeHufeeine Rcchnungsmünze, unter dem Namen von Bankopfund,eingeführt wurde, wovon vier einem Friedrichsd'or gleich

1) Fr. Buchholz, 1827. S. 14.

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