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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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ser waren bei der schon von Friedrich I. gestifteten Feuer-societät, im I. 1784, für 19,003,500 Rthlr. versichert.

In Absicht der Religion durste jeder in Verlin, so wiein den preußischen Staaten überhaupt, ungestört seinesGlaubens leben. Die Lutheraner bildeten die Mehrzahl,geringer war die Anzahl der Reformirten, zu denen auchdie Refügirten geHorten. Die deutschen und französischenReformirten rechnete man ungefähr auf 12,500 Seelen. DieKatholiken wurden zu 8000 Seelen angegeben, und hiervonmachten die vom Militairstande, mit Weibern und Kindern,etwa 5000 aus. Herrenhuter waren etwa 300. — Außerden beiden Kirchen im Jnvalidenhanse, zählte man 31 Kir-chen in Berlin, von denen gehörten den Lutheranern allein,die Nicolai- Marien- und Petrikirche, die Kirchen zumgrauen Kloster, zum heil. Geist und St. Georgen; die Kir-che zu St. Gertraudten oder die Spitalkirche, die Kirchevor dem Spandauerthore oder Sophienkirche, die in derKöpnickervorstadt, die Garnisonkirchc, die Betsäle in derHausvoigtei, in dem Arbeitshause und im Kalandshofe; denReformirten allein, die Domkirche und die Parochialkirchc;beiden Konfessionen gemeinschaftlich die Kirchen auf demFriedrichswerder und der Dorotheenstadt; die Jerusalems -und die Neue Kirche, die Dreifaltigkeitskirche, die böhmi-sche Kirche, die Waisenhauskirche, die Kirchen in der Cha-rit? und in dein Invalidenhausc. Das lutherische von demlutherischen geistlichen Departement abhängende Oberkonsi-siorium hatte die Aufsicht über alle lutherische Kirchen undStiftungen, und die Bestätigung der Predigerstellcn Namensdes Königs. Ein im I. 1713 vom König Friedrich Wil-helm I. gestiftetes und von dem reformirten geistlichen De-partement ressortirendes Kirchen-Direktorium hatte die Be-setzung aller deutschen evangelisch - reformirten Pfarrstellenim Lande Namens des Königs, und besorgte alles dasje-nige, was in lutherisch-geistlichen Sachen von dem Ober-konsistorium besorgt wurde. Das lutherische geistliche De-partement hatte zugleich die Oberaufsicht über die katholi-