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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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sehen Kirchen, deren Geistlichen von dem Minister diesesDepartements vociret, und in Gegenwart zweier Staats-minister vereidet wurden. In Absicht der Kirchen, welchenicht vom Stadtmagisirat abhangig sind, ist zu bemerken,daß der Dom und die Drcifaltigkeitskirche jede ein eigenesDirektorium haben, von welchem die Besetzung der Prcdi-gersiellcn, unter königlicher Bestätigung, abhangt. Die Be-setzung der Pfarrstellen an der Parochialkirche hängt vonden Kirchenältesten und Obervorstehcrn derselben ab. Vonder Garnisonkirche hat das Gouvernement das Patronat,und von der böhmischen Kirche der König. Die Prcdigcr-siellen an der Charite- der Friedrichs-Waifenhauskirche unddem Armen - und Arbeitshause hatte das königliche Ar-mendirektorium zu besetzen. Die französischen Gemeinden,mit ihren sechs Kirchen, der Werderschen, Friedrichsstadti-schen, Dorotheenstadtischen, Berlinischen (in der Klostcr-siraße), Luisen städtischen und der Hospitalkirche, haben seitdem 1.1715 das Recht, ihre Prediger durch Mehrheit derStimmen zu wählen, und die Bestätigung bei dem Königenachzusuchen. Ein Konsistorium aus den Predigern, einerAnzahl von Kirchenvorsiehcrn Onciens) und Armcnpflegern(znciens cliscreü) sorgt für Kirchenordnung, Verwaltungder Armenfonds und Verpflegung der Armen, und standdamals unter einem im 1.1791 gestifteten besonderen fran-zösischen Oberkonsistorium, so wie ein im I. 1719 einge-richtetes französisches Oberdirektorium (const-U dieallgemeinen Verwaltungs-Angelegenheiten der französischenKolonie besorgte; diese Behörden hingen von einer Abthei-lung des geistlichen Departements, nämlich des französi-schen Departements ab. — Die Rcligionssachcn der Ju-den wurden von dem hiesigen Obcrlandrabbiner bestimmt,und Befehle der Regierung, seit dem I. 1775 von denbeiden Oberältesten ihren übrigen Glaubensgenossen zurBefolgung mitgetheilt. Außer der Synagoge (Heideremer-gasse No. 5) hatten sie mehrere sogenannte Schulen inPrivathäusern.