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bewies der Kirchenvorstchcr, Sebastian Nethe, viel Fleiß,und daher nannte man im gemeinen Leben, obgleich ganzunrichtig, diese Kirche die Sebastianskirche, ja wohlgar die St. Sebasiianskirche. Diese letzte Benennung istzwar vom Oberkonsisiorium im I. 1782 verboten worden,jedoch heißt noch die daran stoßende Luisenstädtische Kirch-gassc, die von der alten Jakobsstraße zu einigen verschlosse-nen Gärten geht, die Sebastian skirchgasse. Da dieseKirche durch eine große Ucbcrschwcmmung, bei welcher manauf dem Kirchhofe mit Kähnen fuhr, sehr beschädigetwar, so wurde sie im I. 1751 bis 1753, auf Kosten derStadtkämmerci, aber mit Hülfe der von dem Könige ge-schenkten Materialien, ganz neu von Steinen und viel grö-ßer und ansehnlicher, so wie sie jetzt ist, erbauet. Vor derKirche, an der Straße, so wie auf dem Kirchhofe befandensich schon seit dem I. 1699 mehrere Häuser ^). Die fran-zösische Luiscnsiädtische Kirche in der neuen Komman-dantenstraße 2) eigentlich eine Kapelle im 1.1790 ausKollektcngeldern für die schweizerischen Refügirten 3) er-richtet, wurde schon im I. 1724 zur Pfarrkirche gemacht,
1) Nicolai, Beschreib, von Berlin, Th. I. S. 115
2) Diese Straße hieß sonst die Schcunengass e, von den dortbefindlichen, unter dem großen Kurfürsten außer der Stadt befindli-chen Scheunen, so wie der Theil der neuen Kominandantcnstrasie vonder Linden- bis zur Leipzigerstraße, am Fcstungsgraben: am Glacisoder die Schwanengasse genannt wurde; die Kommandantcn-strafie geht von der al'sn Zakobsstraße bis zur Leipzigerstraße amDönhofschen Platz, und hat ihren gegenwärtigen Namen von demdamaligen Kommandanten, Grafen von Lottum, der das Haus No.15 in dieser Straße bewohnte. Ueber die kölnische Vorstadt oder Lui-senstadt, welche noch am wenigsten angcbauet ist, kommt unten einMehreres vor. Zm I. 1781 zahlte man darin 512 Vorder- und151 Hinterhäuser innerhalb der Thore, 12 Häuser außerhalb, und8819 Zivil-Einwohner.
3) s. Alemoire lüstm-I^ue sur la konäation cku remple äe la I-oui-»enLtaÄt. 1828. p. 4.