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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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dcs Sonntags und an Fesitagen zu einem beliebten Berel«uigungspunkte seiner Landsieutc diente, wo sie im HerbsteWeintrauben und sonstige Früchte dcs Spatjahrs im Freienverzehrten ^). — Etwas weiterhin bemerkt man längs derSpree, die schon unter Friedrich Wilhelm I. von 1717 bis1719 durch zwei Holländer, Brauer und van Zee angeleg-ten, in den I. 1712, 1715 und 1765 mit mehreren Gän-gen versehenen königlichen Pulvcrmühlen und die Pulverma-gazine, die der Pulvermühlenstrasie, welche von derPulvcrmühleuwachc, am Unterbaum, längs des Wiesen-grabens nach der Heide- und Jnvalidcnstraße zu führt,ihre Benennung gegeben haben. In der Gegend dieserPulvcrmühlen, an der Jungfernheide, einem Fichten-Wäldchen, zwischen Schönhauscn und Spandow, welchesehemals einem Nonnenkloster in Spandow gehörte, daherder Namen, sieht man noch in einer sonst höchst traurigenund sandigen Gegend eine andere Schöpfung, die man denRefügirten verdankt, das Moabiterland, eine ReiheHäuser, mit Gärten und Aecker, die Friedrich I. anlegenließ, und die Urbarmachung der dabei befindlichen Gärtenund Felder betriebsamen französischen Gärtnern und Land-bauern übertrug, die jedoch viel Mühe hatten, diesem un-fruchtbaren Boden durch ihren eisernen Fleiß etwas abzu-gewinnen , so daß sie diese Gegend aus Spott lu le-rre Uslöloub oder lu terre inauclile nannten, und dieselbe seitjener Zeit die Benennung von Moabiterland oder Moa-bit beibehalten hat ^). Unter Friedrich Wilhelm I. wur-

t) Auch in der Oranienburgervorstadt ist in der Gegend deS Ar-tillerie-Schießplatzes gegenwärtig eine Sandstraße entstanden.

2) Jetzt wird dieses Moabiterland, westlich von Berlin, vor demUntcrbaum gelegen, südlich an die Spree, westlich und nördlich andie Jungfernheide, und östlich an die Oranienburgervorstadt grenzend,in Alt- und Neu-Moabit eingethcilt. Dieser Anbau gehört theilSzum berliner Weichbilde, theils -zum platten Lande, aber die Bewoh-ner rechnen sich zu Berlin. Der Umfang ist sehr bedeutend und kann