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brich II- die Eroberung Schlesiens mitvcrdaukrc, wohlthäkigzu wirken, beschloß der König gleichzeitig, ein Jnvalidcuhauszu stiften. Der Ingenieur-Hauptmann Pctri machte denEntwurf dazu, und der Kommandant der Residenz, Grafvon Haake, erhielt die Oberaufsicht über den Bau. DerPlatz zu diesem, aus einem großen Hauptgebäude und zweiFlügeln, worin eine evangelische und katholische Kirche be-findlich, mit einem geräumigen Vorhofe bestehenden, Inva-lidenhause, dessen Inschrift: Im<-5V et inviccc» miliri (demverwundeten aber nicht besiegten Krieger) die. Bestimmungandeutet, wurde vor dem Oranienburgcrthore, neben einerschon im 1.1702 angelegten Schleif- und Poliermühlc ander Panke (der jetzigen königl. Eisengießerei) im I. 1745abgestochen, der Bau begann und ward im 1.1748 vollen-det. Ehedem war die ganze Gegend eine unfruchtbareSandfchclle, und noch erinnert uns daran das vor demUnterbaume, am Schönhauser Graben gelegene Wirths-haus, im gemeinen Leben der Sandkrug genannt,so wie die nahe dabei befindliche Brücke über den Schön-hausergraben die Sand brücke heißt. Hinter denselben istein Sandhügel, den ein französischer Flüchtling, NamensMenadie, einige Zeit in einen Weinberg verwandelte, der
nenstraße (so genannt weil sie zum Luisenbrunnen führt), fernerdie Ackerstraße, dann die von dem Wollankschen Weinberge sobenannte Bergstraße, und endlich die Gartenstraße berührt.Hinter diesen Straßen liegt die Jnvalidenhansstraße, von wel-cher die Hälfte hieher gehört, und hinter der Bergstraße die neu«Bergstraße, welche sich nahe am Hochgerichte endigt. Letzteres hatauch den zwar abgestochenen, aber noch ungcpflasterten und unbebautenbeiden Straßen der Oranienburgervorstadt, der Gerichtsstraße undHochstraße den Namen gegeben. In der Gartenstraße nahe amHamburgcrthor bemerkt man einige große Familienhäuscr, die vonWülkenitzschen Häuser genannt. An die Stelle der ursprünglichenBewohner des Neuvoigtlandes sind andere Gewerbe gekommen, unddie Maurer- und Zimmcrleute durch Weber, Wollspinner, Tagelöh-ner u. s. w. abgelöset worden.