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den Maulbeerplantagen zum Betrieb des Seidenbaues dortangelegt. Privatpersonen baueten hier freundliche Landhäu-ser an; Friedrich II. ließ Wcstphalingcrn, welche er hieherberufen, in dieser Gegend Acker austheilen, um es mit le-bendigen Hecken einzuzäunen und dadurch ein Beispiel die-ser in Wcstphalcn üblichen Einrichtung zu geben. Nebendem Gartenbau hatten sie Schcnkwirthschaftcn, die wegendes guten Pumpernickels, den sie nach ihrer Landcsartbackten, von den Berlinern häufig besucht wurden; sowurde denn diese Sandschelle allmählig so angcbauct, daßvon ihrer ursprünglichen Unfruchtbarkeit gegenwärtig nichtsmehr vorhanden ist. — Ein am Ende des Moabitcrlandcs,nach Charlottcnburg zu gelegenes kleines Vorwerk, Mar-tin iken benannt, hat diesen Namen von seinem ehemali-gen Besitzer, einem kleinen Manne, Martin, und hieß auchRhabarberhof, von einer Rhabarbcrkur, die Friedrich II.dort einigen seiner Pferde machen ließ. Vor dem Rosen-thalcrthor war nur rechts der sogenannte gräfl. Spani-sche oder Porzische Weinberg, vor dem Schönhauscrthoreine zum Amte Niedcrschbnhauscn gehörige Meierei. Inder Spandauervorstadt wurden noch zu dieser Zeit die
noch viel bebauet werden. Alt-Moabit ist eine Straße längsder Spree; Neu-Moabit liegt diesem besonders nördlich undöstlich gegenüber. Im letzteren sind 8 Straßen, der Kursürstenthuin-damm, vom Thiergarten bei Bcllevüe über eine durch Privat-Entreprise des Hofraths und Hoszahnarztes Baillif entstandene höl-zerne Zugbrücke, Baillifb rücke genannt, und über Alt-Moabit,die Stromstraße, Birkenstraße, Thurmstraße, Waldstraße, Beusscls-straße und gleich am Unterbaum die Pulvermühlenstraße. Mankommt nach Moabit zu Lande entweder am rechten Spreeuser durchdie Pulvermühlenstraße oder am linken durch den Thiergarten überdie Baillisbrucke, zu Wasser aber vermittelst der hinter den Zeltenim Thiergarten stets befindlichen Gondeln und Kähnen.
I) Wir haben schon früher etwas allgemeines über die Kdnigs-und Stralauervorstadt gesagt. Die Spandauervorstadt, diedritte der berlinischen Vorstädte, dehnt sich am weitesten nach Westen