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rungen und Verschönerungen zu schildern, welche Berlinund Potsdam ihm zu verdanken haben.
Potsdam i) wahrscheinlich in seinem Ursprünge, wieBerlin und Köln, ein bloßes wendisches Fischerdorf längsder Havel, Pozdupimi, d. h. unter den Eichen, seiner wal-digen Umgebung wegen, genannt, wird schon im I. 130 kin einer Urkunde als ein Ort erwähnt der seinen eigenenRath hatte, war jedoch bis zu den Zeiten des großen Kur-fürsten ein nur aus einigen Straßen bestehendes Städt-chen, wo Joachim 1- ein Schloß erbauctc und Georg Wil-helm sich zuweilen aufhielt, was aber im dreißigjährigenKriege ganz in Verfall gcricth. Der große Kurfürst, ausLiebe zu seiner Gemahlin Dorothec, ließ das Schloß wie-der aufbauen, besetzte wüste Plätze mit Bürgerhäusern, legtenamentlich die Allee vor dem berliner Thore bis Glienickean, und wohnte öfters in Potsdam. Friedrich 1. setzte denBau des Schlosses fort, und vergrößerte Potsdam durchdie von ihm sogenannte Friedrichsstadt. Aber FriedrichWilhelm 1. ist es eigentlich, welcher vom 1.1721 an, diesekleine Landstadt durch die kostbarsten Bauten in eine glän-zende Residenzstadt verwandelte. Zuerst bauetc er einigeKasernen, um dort sein aus lauter Männern von großerStatur bestehendes Lcibregiment einquartieren zu können,bald nachher die Garnisonkirche, die Hauptwache und vielePrivathäuser. Der faule See, ein fast grundloser Morast,(der jetzige Wilhelmsplatz) wurde ausgefüllt und die Stadtmit einer Mauer umzogen, worin zugleich die Friedrichs-stadt und der Kiez, der bis dahin ein eigenes für sich be-stehendes Fischerdorf bildete, mit eingeschlossen wurden. DerKönig hielt sich den größten Thcil des Jahres in Potsdamauf, und da er die Jagd leidenschaftlich liebte, so entstandim Walde gegen Teltow hin das Jagd- und Lustschloß, derStern genannt. — Im 1.1723 ließ Friedrich Wilhelm 1-,
1) Schmidt, Geschichte von Potsdam. 1825. S. K u. folg.