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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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der Monarchie befördert wurde/ um durch die Vermehrungdes Gebrauchs von Thec/ Kaffee und Chokolade den Er-trag der Akzise zu steigern i). Die Promenaden in derLindenallee und im Thiergarten waren/ besonders an Fest-tagen, von stattlich geputzten Spaziergängern häufiger be-sucht als sonst; die Alleen nach Friedrichsfelde und demSchlosse von Schönhausen, und die Anlagen bei diesenSchlössern luden zu Lusifahrten ein. Nach Charlottcnburgwandelte man nicht nur auf dem angenehmen Wege durchden Thiergarten, welcher, wenn der König zu Charlottcn-burg sich aufhielt, durch zu beiden Seiten gestellten Later-nen erleuchtet wurde; sondern es waren auch königlicheTreckschuyten eingerichtet, zum Dienste derer, welche dieFahrt dahin auf dem Strome vorzogen 2). Die öffentli-chen Lustbarkeiten nahmen wieder einen heiterern Charakteran, als in der ernsten Zeit des großen Kurfürsten, undkirchlicher Zwiespalt störte nicht mehr, wie während des17tcn Jahrhunderts die gemeinsamen Ergötzlichkeiten. Beiden Schützenfesten, dem damals schon eingeführten Stra-lauer Fischzuge, den Jahrmärkten, welche seit dem Herbste1706 durch ihre verbesserte Einrichtung besonders lebhaftgeworden waren, und viele fremde Käufer und Verkäufer

1) König, Schild, von Berlin, Th. III. S. 111.

2) Am Untcrbaume, das heißt am Ausflüsse der Spree aus derStadt, versammleten sich diese Treckschuyten, welche täglich zweimalnach Charlottcnburg und zurück nach Berlin gingen, und derenSteuerleute einen eignen Abschnitt in den berlinischen Adreßkalendcrndieser Zeit ausmachten. Das User der Spree am Untcrbaum wurdebei dieser Gelegenheit erhöhet und dieser Damm, welcher dem Thcileder Fricdrichsstraße von der Weidendammsbrücke an bis zum Ora-nicnburgerthor den Namen von Dammstraße gegeben haben soll,hieß der Treckschuyten dämm. Damit die Königin von Schön-hausen nach Charlottcnburg fahren könnte, leitete Eosander von-the aus der Panke den Schönhauser Graben, der am Unter-baume in die Spree fällt, der aber, weil er schlecht nivellirt ist, nieschiffbar gemacht werden konnte.