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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Künste» und Wissenschaften, so wie in Verfeinerung der Sitten,die wohlthätigcn Folgen welche die bedeutenden Bauten und,unter der damaligen Regierung, der Aufwand des Ho-fes für Handel und Gewerbe gehabt hatten, alles verei-nigte sich um die Aufmerksamkeit der benachbarten Völkerauf die Residenz zu richten und gebildete Fremde aus fastallen europäischen Reichen hieher zu ziehen. Die Zahl derEinwohner war von kaum 20009, als der große Kurfürststarb, schon bis zu 00000 gestiegen und in dem vermehr-ten Wohlstande der Hauptstadt bildete sich die vergrößerteMacht des ganzen Staates ab, worin Friedrich IIb.nunmehr eine natürliche Aufforderung fand, auch durchTitel und äußere Würde den Platz einzunehmen, den diepreußisch-brandenburgifchen Lander bereits seit 20 Jahrenin dem europäischen Staatcnshsteme behaupteten. Preußenwurde zum Königreich erhoben; der Kurfürst reisete am l 7.Dezember 1700 von Berlin mit der Kurfürstin und einemzahlreichen Gefolge nach Königsberg ab, fetzte sich daselbstam 18. Januar 1701 feierlich die Königskronc selbst auf,stiftete bei dieser Gelegenheit den schwarzen Adlerorden, kehrtenach Berlin zurück und hielt dort am 6. Mai seinen feier-lichen Einzug, durch das Georgenthor, der Georgensiraßeentlang, nach dem Schlosse hin.

Zur Erinnerung an diesen glorreichen Tag und glän-zenden Einzug erhielt die Georgenstraße den Namen vonKönigsstraße, das St. GcoMNthor, welches damalsnoch am Ende dieser Straße diesseits der Königsbrücke stand,hieß von nun an das Königsthor und die Vorstadt außer-halb des Georgenthors, statt GeorgcnVorstadt, Konigs-Vorstadt und späterhin Königsstadt. Zugleich wurde auchdie Erweiterung und Verschönerung der Stadt in dieser zwei-ten Rcgicrungs-Pcriode mit großer Thätigkeit fortgesetzt. ImI. 1701 ward der Grundstein zu drei neuen Kirchen ge-legt, nämlich zu der Garnisonkirche auf dem Bollwerke amSpandaucrthore, nach Grimbergs Angabe, und zu den bei-den Kirchen auf dem Markte der Friedrichsstadt, der fran

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