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zvsischcn und der sogenannten neuen, wovon wir schon obengesprochen haben; und am 10. Julius desselben Jahreswurde die deutsche und französische Kirche auf dem Werdereingeweiht. Gleich mit der Garnisonkirche, ließ auch Frie-drich I. für die bereits im I. 1692 gestiftete Garnison-schule ein Gebäude neben der Kirche anlegen, und hierzuwurde der Platz eines Stalles gekauft, worin die Fcstungs-baupferde gestanden hatten i). Eine andere mildthätigeAnsialt verdankt ihm ebenfalls Dasein und Namen, dasgroße Fricdrichs-Hospital, jetzt Fricdrjchs-Wai-senhaus, in der Stralauerstraße No. 58; die ursprüng-liche Bestimmung des Hauses war die Verpflegung stadti-scher Armen 2), zu welchen spater arme Soldatenkindcr undSoldatcnarme kamen; gegenwartig ist es bloß ein Waisen-haus für berlinische Bürgcrkinder. Im I. 1697 schenkteFriedrich den Platz und Baumaterialien zu dem jetzigenwcitlauftigen viereckigen Gebäude, welches einen Hof um-schließt, und drei Geschoß hoch ist. Der Bau ist nachGrünbcrg's Zeichnungen im gedachten I. 1697 angefangenworden. Im I. 1702 war schon die Seite an der Stra-lauerstraße und ein Flügel im Hofe fertig. Als Grünbergim I. 1709 starb, wurde der Bau dein Gcrlach aufgetra-gen, der den hintersten Flügel, und nach dem Wasser zudie Kirche bauete, welche im I. 1716 fertig ward. Dar-auf baucte er nach eigenen Rissen den Thurm in den I.1726 und 1727; er war 258 Fuß hoch, doch der hölzerneThcil ward im 1.1782 abgetragen, der übrige Thcil brannteim I. 1809 beinahe ganz ab, als eine Feucrsbrunst diePctrikirche verzehrte und feurige Brande bis dahin flogen.Der bei dem Waisenhause gelegenen Brücke, welche die Kom-munikation zwischen Alt- und Neuköln bildet, hat dieses Wai-senhaus den Namen von Waisenhansb rücke oder Wai.
1) Wippel, Geschichte der Garnisonschule. 1787. S,7.
2) Die öffentliche Armenpflege in Berlin. 1828. S,S9n. folg.