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der berühmte Philosoph Leibnitz, Stifter und erster Präsi-dent der Sozietät der Wissenschaften, der geschätzte Theologe,Probst zu St. Nikolai und Obcr-Consistorialrath Dr. Phi-lipp Jakob Spencr ^), und unter den schönen Geistern, Ka-nitz, Besser und Benj. Neukirch. Ucberhaupt entwickeltesich die wissenschaftliche Betriebsamkeit damals in Berlinso sehr, daß in kurzer Zeit mehrere deutsche und französi-sche Buchhandlungen entstanden, und schon im I. 1706zehn privilcgirte Buchdruckcrcien gezählt wurden 2). Wiedie von Friedrich Wilhelm gegründete öffentliche Bibliothekauch dem Kurfürsten Friedrich m. stets ein Gegenstandsorgfältiger Pflege blieb, wie derselben bestimmte Einkünftezugewiesen wurden, wie die Aufsicht darüber fleißigen undausgezeichneten Gelehrten wie Lorenz Bcgcr, Makhr. Veyf-sicre de la Croze, I. C. Schott anvertraut ward, hatWilkcn in seiner interessanten Geschichte der königl. Biblio-thek gehörig auseinander gesetzt 3). Aber höchst wichtigwaren besonders für Berlins fortschreitende Bildung in Ab-sicht der Künste und Wissenschaften die im I. 160!) gestif-tete Akademie der Maler- und Bildhauerkunst, an derenSpitze, neben dem Protektor derselben, dem vertrauten Rathund Freund des Kurfürsten, Eberhard von Dankclmann,Werner und Schlüter standen, und die auf Veranlassungder Kurfürstin Sophie Charlotte, nach Leibnitzens Plane,den 11. Juli 1700 gegründete Sozietät der Wissenschaften.
So war dann, als das achtzehnte Jahrhundert be-gann, Berlin durch die ununterbrochenen Bemühungen, be-sonders der beiden letzten Kurfürsten, eine der ausgezeich-netesten Städte Europa's geworden. Die Pracht mehrereröffentlichen Gebäude, die Fortschritte der Einwohner in
Kün-
1) Dm Geist SpenerS und seines Zeitalters hat der Prcd. Hos-bach in dem Werke: Spener und seine Zeit. 18W. Berlin, beiDümmler, in 2 Bänden, vortrefflich entwickelt.
2) Wilken, 1822. S. 107-10S.
Z) Wilken, Geschichte der königl. Bibliothek. 1828. S.-13—K7.