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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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berühmten Feldmarschals von Derflingcr (am kölnischenFischmarkt No. 4), das alte Lcipzigerthor, wahrscheinlichauch die dorische Bogenlaubc mit den Laden am Mühlen-dämm, zu Zeiten des Kurfürsien Friedrich Wilhelms an-gelegt hatte, crbauctc im I. 1790 das Haus in der-gcrsiraße No. 34, die ehemalige Wohnung des Obcrjägcr-meisters, zwei Geschoß hoch, mit einer jonischen Säulen-siellung, jetzt das Bankgebäudc, und ungefähr zur nämli-chen Zeit den königl. Stall unter den Linden, ein weitläuf-iges Gebäude, das inwendig zwei geräumige Höfe ein-schließt und wovon ein Thcil des obcrn Geschosses im I.1095 der Akademie der Künsie und der andere im 1.1701der Societät der Wissenschaften eingeräumt wurde.

Schon im I. 1090 wurde ebenfalls unter NcringsLeitung der Bau der langen Brücke aus Pirnaischcn Qua-dersteinen angefangen, aber erst späterhin, als der IngenieurCayart in hydrotechnischer Hinsicht an dem Baue Antheilnahm, Nering aber für die Sculptur der Ornamente denBeistand Schlüters und des damaligen Hofbildhaucrs Wei-hcnmayr benutzte, wurde vom I. 1092 bis 1095 diese100 Fuß lange, auf fünf Bogen ruhende Brücke fertig.Auf die Fortsetzung des Schloßbaues war Friedrich eben-falls bedacht, und es wurde Befehl gegeben, was dazuerforderlich wäre, schleunigst herbeizuschaffen. Wie sehrübrigens in Berlin, ungeachtet aller Sorgfalt für dessenVerschönerung während der Regierung des großen Kurfür-sten, noch manche alte Mißbräuchc sich erhalten hatten,bcweißt der damals an den Nichter der Dorotheenstadt er-gangene Befehl, dahin zu sehen, daß der mittelste Gang inder Lindenallee gehörig verwahrt und gegen Verunreinigungdurch die auf den Straßen umherlaufenden Schweine ge-sichert würde. Auch wurden damals die in der Mitte derStraßen stehenden Brunnen völlig fortgeschafft; und erstim I. 1691 bestimmte eine kurfürstliche Verordnung dieAbschaffung der Stroh- und Schindeldächer in samintlichcnResidenzen. Die Scheunen hatte schon der große Kurfürst