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vor die Thore bringen lassen. — Im I. 1692 wurde stattder hölzernen Schleuse auf dem Fricdrichswcrdcr eine sici-ncrnc gebauct; der Molkcmnarkt wurde, als der Generalvon Barfuß, als Gouverneur von Berlin, das Haus No. 1bezog, von den Schweineschlächterbuden gereinigt, welchenach dem neuen Markt verlegt wurden, und seitdem wurdedie Wachparade der Garnison, welche vorhin in der Klo-stcrstraße vor dem Lagcrhause, als der bisherigen Wohnungdes Gouverneurs statt fand, auf dem Molkcnmarktc gehal-ten. In dem I. 1693 wurde das berlinische Rathhausnach den schon früher von Nering gezeichneten Rissen vonder Seite der Spandaucrstraße erweitert, wozu der Magi-strat von Zeit zu Zeit mit Geschenken vom Kurfürsten un-terstützt wurde. Am 23. Mai 1693 legte Friedrich III.feierlich den Grundstein zu dem prachtvollen Zcughause aufdem Fricdrichswcrder, nach Ncrings Plane, der, weil das-selbe in einer Bastion lag, den hintern Thcil rund gemachthatte; nach Ncrings Tode bekam Grünberg auch die Auf-sicht über diesen Bau, der zum Theil durch Beiträge derProvinzen bestritten wurde; die Vollendung besorgte Johannde Vodt, der im I. 1679 zu Paris von reformirtcr Reli-gion geboren, seines Glaubens wegen sein Vaterland ver-ließ, in holländische, englische und darauf in brandcnbur-gische Kriegsdienste ging, wo er die Stelle eines Ingenieur-Hauptmanns und Hofbaumeisiers erhielt. Er gab diesemGebäude, gegen Ncrings früheren Plan, durchweg eineeckige Gestalt und änderte auch verschiedenes an den Stirn-wänden. Das Erdgeschoß ist bäuerisch verziert mit Bogen-fenstern, das oberste nach dorischer Ordnung erbauet. Dasdarüber gesetzte Brustgcländcr ist mit Trophäen von Hülotsund Schlüters Erfindung geziert. Um das ganze Zeughaussind eiserne Ketten, die von vielen aufrecht stehenden, halbin die Erde gegrabenen Kanonen getragen werden. DasHauptportal, dem Pallast des Königs gegenüber, hat amobcrn Geschosse vier freistehende dorische Säulen, die einenGiebel tragen, worauf in halb erhabener Arbeit von Schlü-