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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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sicl weg/ seitdem Kriege, wie der schmalkaldischc, wie derdreißigjährige, mit so großen Heeren geführt worden wa-ren, daß das Kriegcswesen der einzelnen Städte dabei meistin keinem Betracht mehr kommen konnte, die Fürsten sie-hende Armeen unterhielten, der große Kurfürst auch diesemBeispiele folgte, und der sclbstsiandige Antheil der gesumm-ten Bürgerschaft von Verlin an der Verthcidigung entbehr-lich wurde. Die nach dem wesiphalischen Frieden eingerich-teten Scheibenschießen zur Pfingstzeit und Kvnigsschicßcnam Ende des Monats August sowohl auf dem sonstigenSchützenplatze in der Georgenvorstadt als auf den beidenSchützenplätzcn in der Lindenstraßc können also nurals fröhliche Volksfeste betrachtet werden, welche, ohneihre ehemalige ernsthafte Tendenz zu haben, an die altemuntere Zeit erinnerten. Es wurde um Zinn, Krüge undandere Sachen gespielt und viel Kurzweil getrieben, beson-ders aber wimmelte die neben diesen beiden Schützenplatzengelegene, von ihrem Besitzer sogenannte Markiings- oderMecklingswiese, von jauchzendem Volke. Beiden: erstenfeierlichen Scheibenschießen im I. 1655 waren verschiedenePersonen des Hofes gegenwärtig, und der Fcldzcugmeistcr vonSparre, der Theil nahm am Scheibenschießen, erhielt denersten Preis und der Kurfürst legte ihn die dem Schützen-

t) Küster, Th. III. S. 198. Die beiden Schützenplätze am Ein-gänge der Lindenstraße in der Gegend der Zerusalemsstraße hießen,zum Unterschiede des berlinische» SchützenplatzeS in der Georgeuvor-stadt, der kölnische und friedrichstädtische, und einer davon als die zurfranzösischen Kolonie gehörigen Bürger Mitglieder der Schützengildcwurden, der französische Schützeuplatz. Ms König Friedrich Wil-helm I. im I. 1727 alles Schießen auf den Schützenplatzen unter-sagte, wurden die Plätze in der Lindenstraße, beim Anbau der Frie-drichsstadt, verkauft und bebauet, und da die Schütz enstraßean denselben ihren Anfang nahm und bis zur Mauerstraße oder da-maligen Stadtmauer ging, fo erhielt sie davon ihre Benennung; derSchützcnplatz in der Georgenvorstadt ward aber in einen Kirchhofverwandelt.