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königc gebümidc Freiheit von Schoß und Kontribution aufein Jahr lang bei.
Im I. 1660 bekam Kaspar von Zimmern, welchermit einer meist aus jungen Studierenden gebildeten Gefell;fchaft von Komödianten gekommen war, die Erlaubniß ei-nige Komödien, „so nutzbar der Jugend zu Annahme heil-samer Tugenden" vorzustellen, und am 30. Juni 1672 er-hielt Peter Silverdingcn das Privilegium, einmal wöchent-lich ein Policincllofpicl aufzuführen. Wo diese Schauspielerihre Bühne aufgeschlagen hatten, ob auf dem Rathhaufc,oder in bretternen Buden auf irgend einem öffentlichenPlatze, wird nirgends gesagt. — Außer dein Kurzweile,welchen diese theatralischen Vorstellungen den Einwohnerngemacht haben mögen, war noch die Zeit des Christmarkts,damals auf dem kölnischen Fifchmarkt und späterhin in derbreiten Straße, eine Zeit allgemeiner Freude. Sonst be-schränkte sich die Unterhaltung auf Gesellschaften in denHäusern und auf Zusammenkünfte, in den Schenken undHerbergen, wo aber eher Ucbermaaß an Speise und Trank,sogar Völlerei als wahre Fröhlichkeit herrschte. Zur Ab-kürzung der Langeweile diente schon damals die erfundeneAnwendung des Tabacks zum Rauchen und der Genuß desvon den Holländern aus China eingeführten Thces. DerSchnupftaback verdankt seine Einführung den französischenreformirtcn Flüchtlingen i). Auch letztere bewirkten durch
I) Die französischen rökiZles, wovon ein Theil sich in der Ucker-mark niederließ, bauten vielen Taback in der Gegend von Schwedt,Vieraden und in mehreren Dörfern der Uckermark an, und schon frü-her im I. 1681 ertheilte Friedrich Wilhelm einem Chr. Mart. Boe-cke! ein Privilegium sich in Berlin niederzulassen, hier eine TabackS-spinnerei anzulegen, und daraus die Marken und Pommern mit demnöthigen Tabacke zu versehen. Diese Fabrike war in der Kloster-straß« eingerichtet, und erforderte nach Boeckels Angabe allein bis18,666 Thlr. an jährlichen Arbeitslohn und an 1666 Thlr. für Pa-pier. Da damals die TabackSpflanzereien im Lande noch nicht ergie-big genug waren, so erlaubte man ihm die nöthigen Blatter sichkommen zu lassen, woher er wollte., s. König, Th. II. S. äZS.