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eine Zuckersiedcrci und Seifenfabrik an. Im I. 1670 wardvon der Ehefrau des kurfürstlichen Kaminerlakaicn ChristianSchmolz die erste Mädchenschule, auf dem Nikolaikirchhofeerrichtet i). Schon im I. 17äÄ ließ Friedrich Wilhelmdie Schulen sorgfältig untersuchen, und in mehrere Thätig-kcit fetzen, auch zu ihrer Erhaltung mit milden Beitragenversehen. Um die Residenz mit einer guten Schule zu ver-mehren, beschloß er im I. 1650 das von Joachim Frie-drich zu Joachimsthal im I. 1607 gestiftete und in Folgeder langen Kriegcsunruhen ganz verfallene Gymnasium nachBerlin zu bringen; es wurden neue Lehrer angestellt, undeinige Zimmer in dem Vorderthcile des Schlosses der An-stalt eingeräumt; und als unter dem Rcctorat des gelehr-ten Johann Vorsiins die Schülcrzahl immer zunahm, soließ der große Kurfürst im I. 1667 das Eckhaus an derlangen Brücke in der Königssiraße ankaufen, von Grundaus neu aufbauen und für das Gymnasium einrichten 2).Die Kirchen wurden gehörig visitirt, und Verordnungen ge-geben um manche eingeschlichene Misbräuche abzuschaffenund den Partheigeist zu dämpfen, der oft die heftigstenStreitigkeiten unter den Lutheranern und Ncformirtcnherbeiführte und vorzüglich im I. 1661 zu den anstößig-sten Auftritten Anlaß gab, so daß verschiedene Prediger, be-sonders an der St. Nicolaikirche, deshalb ihres Amts ent-lassen oder mit entfernten Stellen versorgt wurden. Ebenso wurde zur bessern Handhabung der Gercchtigkcitspflcgedie Kammcrgerichtsordnung durchgesehen und verbessert. Dader große Kurfürst im I. 1671 den aus Ocstrcich vertrie-benen Juden erlaubte sich in die Mark gegen Erlegung ei-nes Schutzgeldcs niederzulassen, so gründete er im 1.1675eine hebräische Buchdruckerei. Im 1.1659 erhielt der Buch-drucker Ruprecht Völker das Privilegium zur Errichtung
1) König, Schilderung von Berlin, ?b, II. S. M. 191.
2) Geschichte deS JoachimSthalschen Gymnasiums, von Schnech-lage, 1821. S. 2V.
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