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einer Buchhandlung, aufweiche bald mehrere folgten, alsDaniel Reichel, Jeremias Schreg, und Hieronimus Meyer,und seit dem I. 1661 erschien auch eine Zeitung aber un-ter sirenger Aufsicht, damit sie nichts Anstößiges enthalte.
In den letzten Jahren der Regierung Friedrich Wil-helms wurde die Vergrößerung seiner Residenz sehr be-schleuniget durch die Einwanderung der Reformirten, welchenach Widerrufung des Edikts von Nantes am 8. Octobcr1685 Frankreich verließen, um sich den Ncligionsvcrfolgun-gen des Königs Ludwigs XIV. zu entziehen, und denender große Kurfürst durch das Potsdamer Edikt vom 29.Oktober 1685 eine Freistatt in seinen Ländern eröffnete.Insbesondere verdankte diesen Einwanderungen die Doro-thcenstadt einen großen Thcil ihrer ersten Bewohner;ihre Lebensweise, ihr Fleiß, ihre Betriebsamkeit, die vielenvon ihnen angelegten Fabriken und Manufakturen, nament-lich Sammet- und Seidenmanufakturen, Strumpf - lindHutfabriken, hatten einen bedeutenden Einfluß auf Handelund Gewerbe» Verkehr, auf Sitten und Bildung der übri-gen Bewohner der Hauptstadt und sämmtlicher Brandcn-burgifchcn Länder ^).
Indem Friedrich Wilhelm für die Verschönerung, Er-weiterung und bessere Einrichtung der Stadt sorgte, richteteer auch seine Aufmerksamkeit auf deren Umgebungen. DerThiergarten erhielt manche wichtige Verbesserung und vor-züglich wurde dafür gesorgt, durch Anlegung von Gräbendas Wasser abzuleiten. Um den Anbau der Küchen- undGartengewächse zu befördern, verschrieb der Kurfürst ausHolstein den damals berühmten Küchengartner Michelmann,durch welchen er den sogenannten Kurfürstlichen Hopfen-garten, jetzigen botanischen Garten, zu seinem besonderenObst- und Küchengartcn einrichten ließ. Hier pflanzte Fric-
1) Die näheren Beweise enthalten IX»r,nr el, keclarn, Lemerres
^rorrr Server ä I'Irlstnrre <les retuAres kraneois clans les etalt cln roi lte1'russe. IX. Dorr.es. Berlin, 1782 —1791.