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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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fremde Biere einzulegen und zu verschenken, aber da nun-mehr auf dem Fricdrichswcrder und vor den Thoren ahn-liche Schenken gestaltet wurden, so erhöhctc der Kurfürstdie für die fremden Biere zu entrichtenden Akzise um dasDoppelte, damit die Stadtbraucrcien nicht zu sehr litten.Im I. 1683 ward die Brod- und Fleisch-Taxe noch ver-bessert und die Sprecfifchcrei durch eine besondere Verord-nung regulirt- Auch ließ der Kurfürst im I. 1678 Visi-tationen wegen Abschaffung der hölzernen und lchmcrnenSchornsteine anstellen, und alle Scheunen vor's Thor brin-gen. Vis zum 1.1677 mußten die Stadtdicncr die Stun-den abrufen, nur damals ordnete Friedrich Wilhelm eineeigene Nachtwache an. Den ersten Anfang zur Erleuchtungder Straßen machte er im I. 1679 dadurch, daß aus je-dem dritten Hause eine Laterne mit brennendem Lichte aus-gehängt werden mußte, so daß die Nachbarn darin abwech-selten, und im I. 1682 brachte er die Laternen auf Pfäh-len durch Beiträge der Einwohner gänzlich zu Stande, sosehr auch letztere wegen der Kosten sich dawider fetzten. ImI. 1684 gab der Kurfürst eine neue verbesserte Gesinde-Ordnung; stiftete im I. 1687 die ersten Armenanstalten,und ließ, damit die Bettler arbeiten sollten, das schon er-wähnte Manufaktur-Spinnhaus auf der Insel einrichten »).Zur Belebung des innern Verkehrs bestanden bereits seitdem I. 1650 Posten in den deutschen Besitzungen des Kur-fürsten, und um 1683 ward das Posthaus No. 1 in derPoststraße für die in Berlin ankommenden und von dortabgehenden Posten eingerichtet; der erste Director über dashiesige Postwesen war der Amts-Kammcrrath und Rcnt-meisirer des großen Kurfürsten, Michael Mathias. Im I.1657 erhielt der Dr. Müller, der die ersten Berlinischen Ka-lender schrieb, ein Privilegium daß sie ihm nicht nachge-druckt würden; im I. 1660 legte der Kaufmann Weiler

1) Nicolai, Einl. S. XI.VII, u. folg.