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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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siraße der Präsident Silv. von Dankelmann ein Haus, No.21, da wo jetzt die Freimaurer-Loge Royale Dork ist, dasder Oberhofmeister von Kamcke, an dem es hernach karn, im1.1712 von Schlüter, so wie es jetzt ist, umbauen ließ.

Mit nicht minderer Sorgfalt als für die Vergrößerungund Verschönerung der Stadt durch neue Baue gesorgtwurde, führte Friedrich Wilhelm durch zweckmäßige Anord-nungen mehrere wichtige Bequemlichkeiten und nützliche An-stalten ein, und entfernte manchen Ucbelstand aus feiner Resi-denz. Nachdem die vorzüglichsten Straßen und Platze gepfla-stert worden waren, erschien im 1.1660 eine Gasscnordnung,wodurch für äußere Reinlichkeit der Straßen durch Wegräu-mung des Holzes, Sand - und Misthaufen gesorgt werdensollte, und im I. 1680 ordnete der Kurfürst einen Gassen-meister an, welcher täglich mit zwei Karren fuhr und vorjedem Haufe, wo er etwas aufzuladen hatte, von dem Ei-gcnthümcr einige Groschen erhielt, von dem Kurfürsten aberjährlich 52 Scheffel Korn und freie Wohnung bekam. Wervor feinem Haufe nicht gekehrt hatte, dem warf er denKoth ins Haus. Da immer noch Klagen entstanden, daßdie Schweine selbst in den Hauptstraßen gemächlich um-her liefen, und alle dagegen erlassene Verordnungennicht genug fruchteten, so ließ der Kurfürst im I. 1661das Mästen der Schweine in der Stadt ganz und garverbieten. Verlin erhielt öffentliche Feuerspritzen; die offe-nen Brunnen mit Schwengeln und großen Eimern wurdenabgeschafft und andere dagegen, nach jetziger Art, mit Ven-tilen eingerichtet, und dabei die in Feucrsgefahr nöthigenGefäße und Kübel angebracht. Der Brand des Marstallsim I. 1665, wobei in Folge der mangelhaften Feueran-staltcn der größte Theil der dortigen Rüstkammer, vielePferde, zwei herrschaftliche Häufer u. f. w. ein Raub derFlammen wurden, veranlaßte eine neue Fcuerordnung, dieim I. 1681 noch verbessert wurde. Im I. 1672 erschieneine Fleisch-, Brod - und Wein-Taxe. Die Rathskellcrhatten bis zu dem I. 1663 allein die Freiheit genossen

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