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Festungswerke zufolge, weiter nach der kölnischen Vorstadtzu, gezogen wurde. Um die Höhe des Wassers im Fcstungs-graben zu regieren, befand sich ehedem in dem berlinischenTheile desselben, nahe an der Monbijoubrückc, wo derFcstungsgraben wieder in die Spree fallt, eine sogenannteWasserwehr, früherhin Bär genannt, mit einem massivenDamme, welcher die Länge der Brücke oder eigentlich dieBreite des Grabens hatte, und diesen Graben vom Haupt-ströme trennte ch. Eine ähnliche Wasscrwchr befand sichan der Kölnischen Seite, hinter der Splittgerbergassc, un-gefähr an der Ecke der Köpnicker- und neuen Jakobsstraße,und die Ucbcrreste davon sind noch auf dem Hofe des Hau-ses No. 14 in der neuen Jakobsstraßc zu finden, wo maneinen runden, aus Ziegeln erbaueten, und durch einen mitArmaturen geschmückten Aufsatz aus Sandstein gezierten,wohl erhaltenen Thurm sieht; auf einer zum Thcil ver-mauerten Platte ließt man die Inschrift: „Wusterhauscn-sche Wehr" 2). Von dem festen Wasserbau, wie von denWallmaucrn überhaupt, erblickt man dort zugleich noch ei-nige Spuren, so wie auch an dem viereckigen Thurmge-mäucr im Hofe des Negicrungsgebäudcs, au der Nieder-wall- und kleinen Jägcrstraßenccke Z). Ncuköln was mitdem Friedrichswerder eine vollkommene Insel bildet, Alt-köln gegenüber liegt, und von dem letzteren, so wie Ber-lin, durch einen Theil der Spree und der Fricdrichsgracht,von der Luifcnstadt oder Kölnischen Vorstadt und der Frie-drichsstadt aber durch den Festungsgrabcn getrennt wird,hat eigentlich nur zwei Straßen, Neukvln am Wasser,eine Kaie an der linken Seite des Friedrichsgrabens, vonder Waiscnhausbrücke bis zur Roßstraßenbrücke, und die
1) Dieser Bär ist erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahr-hunderts weggerissen worden,
2) Daher hieß einer der in dieser Gegend gelegenen königlichenHolzmärkte der Wusterhausensche Holzmarkt.
3) Dr. C. Seidel, S. 2>.