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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
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hinter dem Hause eingehen um Platz zu gewinnen, und aufder Seite eine massive Mauer sammt einem zierlichen Thor-wcgc einrichten. Das Hauptgebäude war nach holländi-scher Art, mit toscanischcn Mastern massiv gebauct, hatteeine schöne Treppe von Quadersteinen, inwendig aber wohleingerichtete und mcublirte Zimmer, nebst vortrefflich ge-wölbten Kellern, und auf den Schornsteinen waren Armil-larsphärcn (Ringkugcln) zum Zicrrath gesetzt. Die Seiten-gebäude waren auch im damaligen Geschmack angelegt,jedoch unvollendet ^). So blieb das Gebäude bisunter dem König Friedrich Wilhelm I. im I. 1704, woes die Amtswohnung des jedesmaligen Gouverneurs vonBerlin wurde. An der neuen Pack Hofs brücke, auchKupfergrab cn brücke benannt, war unter dem Walleeine Wasscrpforte, und über derselben eine Brücke, dieWallbrücke; innerhalb derselben aber ein Laboratoriumfür die Artillerie, ein Wagenhaus und das alte Gicßhaus,in der Nähe des jetzigen, welches letztere vernmthlich vonSchlüter angelegt worden ist.

Daß bei dem Anbau der Festungswerke auch aus ei-nem Theile der Kölnischen Vorstädte, der andere Thcil vonKöln, unter dem Namen von Ncuköln entstand, ist eben-falls schon oben angegeben worden. Es geschah dies imI. 1081 um den Vcrschanzungcn auch von dieser Seiteeine regelmäßigere Gestalt zu geben. Als Ncuköln in dieFestungswerke mit eingeschlossen wurde, waren in diesemTheile der Köpnicker Vorstadt nur wenige Häuser und Gär-ten, eine Kalk- und Zicgclscheunc, und die Salzhäuser, nebsteiner kurfürstlichen Hcubindcrei, und auch nach der Anlagedieses neuen Stadrtheiis schritt der Anbau nur sehr lang-sam vor. Die erste auf Kosten der Regierung vorgenom-mene Veranstaltung war, daß die Friedrichsgracht so wie siejetzt ist geleitet und der Fcsiungsgrabcn, dem Gange der

I) Küster, Tl). III. S. 1W16Z.