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weder zu Berlin noch zu Köln, sondern dem Regenten unddessen kurfürstlichen Regierung allein unterwürfig, von allenLasten, sogar von dem Grundzins, welchen andere für dengeschenkten Bauplatz zahlen mußten, befreiet fein sollte"und ließ den Bau auf öffentliche Kosten, aber nach deskünftigen Besitzers Plane ausführen ^).
Etwas spater wurde der jetzige Pallast des Königserbauet, und zwar, wenn man Küsters Angabe 2) trauendarf, von dem kurfürstlichen Kammerdiener Martitz, wel-cher mit einer Holländerin, Kammerfrau der Kurfürsiinverehelicht war, nach Nicolai 2) aber, wahrscheinlich vonNering, für den berühmten Feldmarfchall von Schömberg,der nach Widerrufung des Edikts von Nantes, in kurfürst-liche Dienste trat, und die Ehre genoß, den ersten Rangnach der kurfürstlichen Familie am Hofe einzunehmen -i).Welche Angabe auch die richtigere sein mag, so ist dochgewiß, daß Schömberg einer der ersten war, der diesesdamals noch nicht ganz ausgcbaucte Haus bewohnte undselbst ein Seitengebäude darin anlegte. Als er nach eini-ger Zeit Berlin verließ und nach England ging, wo erDienste nahm, bekam es der Feldmarschall und Gouver-neur von Berlin, Reichsgraf von Wartenslcben; letztererließ, nach Küster, eins und das andere bauen, den Garten
1) Nicolai, Th. I. S. 162. Küster, Th. III. S. Ist. DasHauS war im holländischen Geschmacke gebanet, nnd der Verfasserdieses Werks erinnert sieh es noch völlig so gesehen zu haben, wie esvon Memmhardt angelegt worden war. Die spateren Besitzer sindKleinsorgen Gautier von St. Blancardt, Kammann, Konradi u. si w.bis Friedrich Wilhelm II. es ankaufte und wie es jetzt ist aufbauen ließ.
2) Küster, Th. III. S. 162.
3) Nicolai, Th. I. S. 163.
4) lVIemoiro8 p>onr sorvir a, l'Instoiro des resiiglös par Lrmanet Iloolain, D. IX. p. 267. Schömberg kam nach Berlin iin I. 1687nnd wurde vom großen Kurfürsten zum General-Gouverneur vonPreußen, StaatSminister, Mitglied des Staatsraths und Feldmar-schall ernannt.