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ehemaligen Festungswerke andeuten, womit der Friedrichs-Werder zu der Zeit umschlossen wurde. — Auch war im17ten Jahrhundert ein Ballhaus an der Stelle wo jetztdie Einhornapotheke, in der zu Ehren des großen Kurfür-sten so benannten Kurstraße, stehet; weiter hinauf wardas Reithaus an der Stelle der jetzigen werderschcn Kirche;der Thiergarten, der damals bis gegen die Jägcrsiraße hinsich erstreckte, und dessen Gränzen nur bei dem allmahligcnAnbau des Werders, der Dorothecnstadt und der Frie-drichsstadt beschränkt worden sind, ging bis zu dem HauseNo. 37 unter den Linden, und hier fing die schon erwähn-te, im I. 1647 gepflanzte Allee bis zur Schloßbrückc an.Weiter hinauf war bereits im 16tcn Jahrhundert ein Gieß-haus ungefähr an der Stelle, wo es jetzt stehet. Als nunder Werder zu einem neuen Stadttheile ausgcbauet werdensollte, erhielt Memmhardt die Dircction über den Anbauund die Absicchung der Straßen in dieser neuen Anlage,wo er zugleich viele Häuser und unter andern auchsein eigenes, auf dem Platze am Zeughause, crbauete;er besetzte bei dieser Gelegenheit die Schleusen nach hol-andischer Art zu beiden Seiten mit Baumen; auch sindmehrere in einem kräftigen Styl gehaltene Privatgebäudean der Gertraudtcn- und Spreegassenbrücke, dem Wasserentlang, sammt noch einigen andern schönen Häusern dieserGegend, nach seinen Zeichnungen aufgeführt worden. Durchdas Privilegium vom 19. Nvbr. 1669, wie wir es schon be-merkt, wurde dieser Anbau zu einer eigenen Stadt mit demNamen Fricdrichswerdcr erhoben, und nun sah manin wenigen Jahren auf einem Platze, wo vorher meistensWiesen, Sumpf und unebenes Land gewesen, eine nichtunbedeutende Zahl von stattlichen Gebäuden, und zwar im1.1666 92 an der Zahl, wovon 47 kurf. Hofdienern gehör-
Niedcrwallstraße, und mit Recht, weil der Graben herunter fließt.Die Wallstraße vom Spittelmarkte an sollte gegen diese eigentlich dieOberwallstraße heißen.