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lich zur Friedrichsgracht führende Sprcegasse ging biszun: Bullenwinkel und Mühlcngraben, wo vor der Befesti-gung die Kölnische Stadtmauer, und an derselben ein Thurmstand. Im I. 1616 ward derselbe, nebst dem Thurmc inder Grünstraßc, auf Befehl des Grafen von Schwarzen-berg, abgetragen, um Stücke darauf zu pflanzen, und imI. 1663, da die Befestigung noch nicht ganz fertig war,wurden beide wieder gedeckt-und Schicßlöchcr darin ge-macht i). Von dem Petriplatze, wo die schon obenerwähnte Petrikirche stand, und der mit der Pctri-siraßc (sonst Lappstraße), einer schmalen von der Gcr-traudtenstraßc zur Fricdrichsgracht führenden Straße, unsallein noch an diese durch eine Fcuersbrunst im I. 186.6gänzlich zerstörte stattliche Kirche erinnern, hieß der rechteThcil nebst einem Thcile der jetzigen Scharrenstraße, nachder neuen Kirchgasse zu, ehedem der Hundemarkt,vielleicht weil, wegen der nicht weit davon entfernten Kur-fürstlichen Jägereigcbäude und dem Hundcstall in der Näheder Adlcrsiraße, so wie wegen des ziemlich allgemeinen Ge-schmacks der Hoflcute damaliger Zeit zum Iagdvcrgnü-gen, Jagdhunde hier feil geboten wurden. Nicht so aus-gcbauet als die bisher genannten Straßen und die Fisch er-ster aß e, eine der ältesten in Köln, waren weder die Grün-straßc, ehedem nur mit Wiesen bedeckt, noch die Neß-straße und deren Umgegend ^). Dem Mühlcndamm, der
1) Nicolai, Beschreib, von Berlin, Th. I. S. 12g u. 125.
2) Die Neßstraße hieß sonst die Roscher st r aß e, wie solchesaus den Todtenregistern der Petrikirche zu ersehen war; Rotscher be-deutet auf plattdeutsch Stockfisch oder Klippfisch; die Gasse die vonder Neßstraße in die Pctristraße führt, nannte man die Petcrsilicn-gasse; cS ist also wohl dort eine Art Fisch - und Krautermarkt gewe-sen. Vermnthlich gab das im I. 1626 geschehene Aufgebot der Ritter-pferde Veranlassung, daß die Rosche rstraße nunmehr Roßstraßeund die Petersilicngasse, Rittergasse (ihr gegenwärtiger Na-me) benannt winde.