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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Ausbau ausgetheilt, und dies war der Ursprung derSchloß-freihcit, die dazumal dieFreiheit hinter der Was-serkunst zum Gegensatz der Freiheit am Ballhause,in der Nähe der Schloßbrücke, genannt wurde. Nachdemjedoch sowohl die Wasserkunst als das Ballhaus eingegan-gen war, blieb die bloße Benennung von Schloß frei-ste it, wodurch man die Reihe Hauser, dem Schlosse ge-genüber, zwischen der Schloßbrückc und der Straße anden Werdcrschen Mühlen bezeichnet, die schon unter demgroßen Kurfürsten gcbauct wurden, und wo man vorzüglichjetzt No. 3, 6 und 7 bemerkt. Schon auf beiden Seiten derBreiten - und Brüdcrstraße und in deren Umgegend entstan-den ebenfalls mehrere ansehnliche Privathäuser, aber dasvorzüglichste war wohl das was der berühmte Fcldmar-schall von Derslingcr, nach Nerings Rissen, am KölnischenFischmarkt No. 4 erbauen ließ. Das Kölnische Rathhaus,bei Trennung der beiden Magistrate in der Mitte des 15tcnJahrhunderts gegründet, war im I. 1612 eingefallen,wurde neu gcbauct, und im Jahre 1656, da es wiederbaufällig geworden, ward es wieder aufgebauet. Es lagan der Ecke der Breiten- und Gertrautcnsiraßc, welcheletztere diesen Namen erhielt, von dem ehemaligen Ger-trautcnthore in der Nähe der jetzigen Gcrtrautenbrücke, dasnach der Gertrauten - Vorstadt führte ^). Im I. 1668wurden die Flcischscharrcn, welche vor Zeiten in der breitenStraße standen, neben das Kölnische Rathhaus, nach derdavon benannten Scharrcnstraße, welche von der breitenStraße zur Friedrichsgracht geht, verlegt. Von den beidenGassen zwischen der Breiten - und Brüdcrstraße hieß dieNeu mannsgasse, welche auch im 17ten Jahrhundertentstand, die neue Gasse, und die zur Spree oder eigent-

t) Der Thcil der Gertrautenstraße dem Rathhause gegenüber,diesseits der Petristraße, ward im 17ten Jahrhundert, hinter demVerna uischen Keller, wahrscheinlich von dem Bierschank im Rath-hause, und der übrige jenseits, am Gertrauten Thore, genannt.