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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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»ach Aufhebung des Klosters, der Domprobstei und derProbsiei der Pctrikirche zugewiesen wurden, stimmt dem Raumder gegenwärtigen Stcchbahn bis zu den Wcrderschen Müh-len erkauft, und sich dort einen prächtigen Pallast bauenlassen, welcher die Statthalters genannt wurde. Nach fei-nem Tode fiel dieser Pallast an den Kurfürsten, der ihn imI. 1680 der Schwcrinischcn Familie als ein Burglchnverlieh. Kurfürst Friedrich III. kaufte aber dies alleszurück, verlegte in das Gebäude am Eingang der Brüder-straße No. 1 und 2, das Kammergericht und andere Landes-kollegicn. Der Platz zwischen der Brüderstraße und denWerdcrfchcn Mühlen, hinter dem alten Domstifte, damalsHofoder Gartenmauer der Statthaltern, war nicht bebauet. Beidem Bau des neuen Schlosses durch Schlüter wurde dievon Ncring erbauete alte Stechbahn weggerissen, um demSchlosse eine freiere Aussicht zu schaffen; im 1.1702 wurdedagegen die neue Stechbahn, das heißt auf dem unbebautenPlatze der Statthalterci, längst des Mühlengrabcns, nachde Boodts Rissen eine gleichförmige Reihe Häufer erbauet,im Erdgeschosse mit einer offenen Bogenlaubc, unter derKaufmannsläden sind, und oben mit jonischen Wandpfei-lcrn geziert, denen noch die ursprüngliche Benennung vonStcchbahn geblieben ist.

Als im I. 1606 der äußere Schloßhof mit Gebäudenumzogen wurde, ward der Mühlcngraben, der im 16tenJahrhundert bis in die jetzige Schloßfrcihcit floß, einge-schränkt, von dem Schutte der am Schlosse abgebrochenenGebäude die Schälung ausgefüllt, und eine Brücke geschla-gen, daraus entstand diesseits ein trockener Gang, den mandamals den neuen Gang am Waffer oder an derWasserkunst nannte, denn der Arm der Spree war schonvorher bis zur Wasserkunst oder nachhcrigen Münzthurm,in der Nähe der Schloßbrücke geleitet, um den Wasserwer-ken und den Münzwcrkcn im Schlosse Wasser zu geben.Noch aber war hier nichts angcbanet. Jedoch im 1.1672wurden die wüsten Stellen jenfeit des Spreearms zum