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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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lind nach ihm sein Sohn der KammcrgcnchtsHräsidcnt Jo-hann Sigismund von Sturm. Immer noch war aberBerlin von der Nordscite durch die Klosierstraße begrenzt,von den übrigen Seiten aber durch den Mühlcndamm, dasalte Spandaucr Thor in der Gegend der jetzigen Garni-sonkirche, und dann bei der Befestigung durch das neueSpandaucr Thor in der Nahe der Spandaucr Brücke, undendlich südlich durch die lange Brücke. Von dieser Brückeaus uns nach Altköln begebend, sehen wir daß dieser Stadt-thcil ebenfalls in diesem Zeitraum an Anselm, Erweiterungund Verschönerung bedeutend gewann. Schon haben wirden Ausbau des Schlosses und des Kurfürstlichen Marstal-les in der breiten Straße beschrieben. Daß auf dem Schloß-plätze, zwischen der langen Brücke und dem Domstifte, derKurfürst Joachim l i. eine Stechbahn errichten lassen, ha-ben wir ebenfalls früher erwähnt. Es ließ sie Joachim Frie-drich im I. 1600 mit einer viertehalb Fuß hohen Mauerumgeben und diese mit 31 von dem Bildhauer Kaspar Zim-mermann verfertigten Bildern zieren. Da die Turniere beisolennen Gelegenheiten gehalten wurden, so pflegten auswär-tige Kauflcute alsdann vor dem Schlosse ihrc Waarcn auszule-gen, daher entstand eine Reihe Buden, an der inneren Seite derStcchbahn. Nachdem aber im 1.1648 der große Kurfürst dasRcithaus auf dem Werder zum Ringel - und O.uintenrcnncnhatte einrichten lassen, so ging die Stech bahn ein, und im J. 1661wurde, nach dem Wiederaufbau der langen Brücke, der Platzgepflastert; im I. 1679 brach man die Mauern ganz ab,und statt der hölzernen Buden wurden durch Ncring von1679 bis 1681 steinerne Kaufladen, mit einer dorischen Bo-gcnlaube gcbauet, die den Namen von Stcchbahn behielten.Die jetzige Stcchbahn gehörte damals zur Statthalte-re i; es hatte nämlich der Statthalter der Mark unter Ge-org Wilhelm und in den ersten Jahren der Regierung desgroßen Kurfürsien, Graf Adam von Schwarzenberg denPlatz wo wahrscheinlich sonst das Dominikanerkloster ge-standen, No. 14 in der Brüdcrstraßc, dessen Gebäude,