Druckschrift 
Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
Seite
181
Einzelbild herunterladen
 

161

Minister von Mcindcrs und im I. 168Z der Staats-Mi-nister von Nhccz No. 22, und der Feldmarschall Otto vonCparrc No. 21 i) in derselben Straße, beide gegenwartig

1) Eine Tafel mit dem halberhabenen Bildnisse des Feldmarschallsund einer lateinischen Inschrift an einem alterthümlichen Hintergebäudeauf dem dritten Hofe des Postgebäudes, wenn man von derKonigSstraßeaus nach der Spandauerstraße gehet, die wahrscheinlich früher an demAordergcbäudc befestigt war, bei dem Ausbau desselben aber an ihrenjetzigen Platz gebracht worden ist, sagt unS daß der damalige Besitzerdieses Freihams, welches der Berlinische Bürgermeister Scholle denGebrüdern von Arnimb im I. 15l!g mit allen Privilegien und Befrei-ungen, wie es damals hieß von Schossen, Unflichten, Fräulein-, Türkenund andern Steuern und Schätzungen verkaufte, der Freiin von Schwe-rin verwittweten Freifrau von Blumcnthal, bei seiner Lebzeit, schenkte,worüber dann der Kurfürstliche Konsens am 7. Mai 1668 erfolgte. Dievon Küster (Th. III. S. 65) ganz verunstaltete Inschrift lautet folgen-dermaaßcn. lVl. .^eternltati sacer sicros illustres l.> II. Otto Llwlst.a LPar ooeli passesslones oocupaturus Aratane clrcuras^>e?rit p>ost«sl»tatoin et liu^neuclae liuio seile seugulsre irioutes ilesteuateone leacre-elene leeet illeestr. (loeeeeee. 1,0^ S»IN cle Illuireeeetleal ex ilairio Lelewerl»eeea atepee eatostatura beuekloo cereeee iiereieie Iseeret leoe eeeter vevusclnuune slinul ut peerenneus esset Aeueros-ee neeeetis neonuneentuere in»ßeeete sune^tu -e ilarnnQsa clee vinclecavit et rcsteteeit in lirneitnl een etcleens lene i^noil lector ^rns^zices et i^uvil non ^oospicis z scrvet lenneverticeen salus et lineen ceestoilict leleov-ev vigil oeulns, leeroi .euteereeeostru in Linn estce le-elnteetin et in pace locus ejus. V. 1.1. KneeueAOLI-XVIII. Diese Inschrift, welche vielleicht die von Blumenthal-fchen Erben, denen das Haus nachher zufiel, verfertigen ließen, bedeutetungefähr Folgendes: der unsterbliche Held, Freiherr Otto Christian vonSparre, als er zu den himmlischen Wohnungen übergehen wollte, be-dachte seine erkenntliche Nachkommenschaft und beschloß, durch besondereGemüthsneigung bewogen, die hochedle Frau Luise von Blumenthal auSdem Hause Schwerin bei seiner Lebenszeit zu seiner Erbin einzusetzen,damit dieses Vermächtnis? ein Denkmal seiner großmüthigen Gesin-nung sein sollte, welches durch bedeutende Kosten vom Untergang ge-rettet worden und die jetzige Festigkeit und jetzigen Glanz erhalten, dendu, Leser, siehst und auch nicht flehest. Möge das wachsame Auge Jehova'Sdieses Gebäude schützen, aber unserm Helden sei die Wohnung in Sionvorbehalten und möge derselben in Frieden ruhen.

Der Buchstabe KI. oben an und am Ende die V. 1.1. mitder Jahrszahl