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gellsten zeigen; etwas höher schweben rings umher siebenweiße goldbcflügelte Engel, durch Laubgchänge verbunden,mit denen zugleich die fünf kleinen blauen Schilde einge-faßt sind, auf welchen die zur Anhörung des göttlichenWortes einladenden Sprüche verzeichnet sind. Die fünfSchilder des eigentlichen Prcdigcrstuhls werden durch kleinegewundenen Säulen abgcthcilt, in den Feldern selbst siehtman Christus und die vier Evangelisten halb erhaben inAlabaster sehr künstlich und würdig dargestellt. An der in-ner» Seite des Schalldeckels erblicken wir ein großes Oel-gcmalde, die Ausgicßung des heiligen Geistes auf die Apo-stel am Pfingstfcste, nach außen hin zierlich eingefaßt, sowie der Rand des Schalldeckcls auf jeder der fünf Sei-ten mit mehreren symbolischen Bildwerken geschmückt ist.Nach einer Tafel am Pfeiler neben der Kanzel hat Jo-hann Beer weiland L. L. Studiosus im I. 1689 zur Ein-richtung dieses Prcdigcrstuhls 899 Thlr. vermacht i). — InBetreff der ehemaligen Dominikaner-Kirche und damaligenDomstifte, sagt uns die Geschichte, daß die zwölf Apostel,nebst Christus, silbern und vergoldet, alle von Mannsgrößeund Starke, die sonst in dieser kölnischen Stiftskirche stan-den, im I. 1614 nach Küsirin gebracht, im I. 1631 ein-geschmelzt, Geld daraus gemünzt, und Soldaten dafür wah-rend des 39jahrigen Krieges geworben wurden. Die Kir-che war jetzt Erbbegräbniß der Kurfürstlichen Familie, aberals Monumente bemerkte man nur das des Kurfürsien Jo-hann Cicero und Joachim 1. wovon schon die Rede gewe-sen, und die dort aufgestellt waren. — Die St. Petrikirchewurde in den 1.1666, 1615 und 1676 ausgebessert. Siewar im gothifchen Style mit einem starken Gewölbe, wel-ches auf acht freien und vier starken gothifchen Wandpfei-lcm ruhete, versehen. Das Dach war mit Schiefer be-deckt. Der Taufstcin, dessen schon oben gedacht ist, wurdein, 1.1717, wo die Kirche abermals reparirt wurde, eben-falls
1) Die St.Nikolaikirche, S.W, 21,57—59, b0-92.