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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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falls ausgebessert und vergoldet. Der Altar, ein Geschenkdes kurfürstlichen Anttsraths und Oberförsters Freitag,der früher Kammerdiener Johann Sigismunds gewesenwar, wurde im I. 1681 von der Frau Witten vcrschö-ncrt. Er bestand aus zwei Aussätzen, von welchen derobere zwei, der untere vier römische vergoldete Säulenzählte. Unterhalb war die Geburt Christi und die Einfez-zung des Abendmahls, oben die Auferstehung des Heilandsdargestellt. Der Thurm hatte in den früheren Zeiten einekleine runde Spitze, ward aber sehr wandelbar geworden,und mußte unter dem großen Kurfürsten abgetragen wer-den. Friedrich Wilhelm ließ dann späterhin, auf den An-trag des Magistrats zu Köln, das Fundament durch denBaumeister Kornelius Rpquart aus Küstrin untersuchen,um eine neue Spitze auf demselben aufzuführen; der imI. 1688 erfolgte Tod des Fürsten verhinderte aber dieAusführung i). In Absicht der übrigen drei kleinerenKirchen, der heiligen Gcistkirche welche innerhalb der Mauernwar, und der St. Georgen- und St. Gcrtraudtenkirche, wo-von die eine zur St. Georgen - und die andere zur Kölni-schen Vorstadt gehörte, ist nur noch zu erwähnen, wie beizunehmender Bevölkerung und namentlich bei dem Umstände,daß nach dem Frieden von St. Germain die Umgebungender St. Gcorgcnkirche und des alten Schützenplatzes sehrangcbauct wurden, diese Kirchen nicht mehr groß genugwaren um die Menge Zuhörer zu fassen. Man war alsogenöthiget zur Sommerzeit bei günstigem Wetter, den Got-tesdienst auf den Plätzen um den Kirchen abzuhalten; aufden: heiligen Geistkirchhofe dienten drei große Linden vonwelchen er beschattet war, zur Emporkirche. Auf dem St.Gcorgcnkirchhofe waren eine Kanzel, Kirchcnstühle und einChor erbauet worden. Auf dem Gertrandtcn-Kirchhofewurde im Sommer an jedem Sonntage Mittags um 12

I) Schmidt, Geschichte der St. Petrikirche, S. N n. folg.

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