Thcil beschrieben, und wollen nur noch aus der früherenund gegenwärtigen Epoche als besonders bcmerkcnswcrthanführen; über der Thür, die zur Bibliothek führt, dieBildnisse des im I. 1685 verstorbenen Archidiaconus Zeitzund des Predigers Heimburgcr (gest. 1661), darunter eingut erhaltenes Gemälde vom I. 1562, den Erlöser amKreuze darstellend, neben welchem Moses und Johannesstehen — weiter rechts aber über der Gallerie das mitsehr lebendigem Ausdruck gemalte Brustbild des gelehrtenArchidiakonus Nisäus (gest. 1634), ferner das Monumentdes berühmten Samuel von Puffendorf (geb. 1637, gest.1<M), dem wir die vollständigste Geschichte des großenKurfürsten verdanken; auf der linken Seite des Orgclchorsein Oclgemälde von bedeutender Größe, den bekannten Ton-sctzer Cricgcr oder Crügcr vorstellend, welcher vorn I. 1(r32bis 1672 das Amt eines Musikdirektors an der St. Niko-lai- und Marienkirche verwaltete, von seinem Schwieger-sohn, Michael Kvnrad Hirte, des großen Kurfürsien vor-nehmsten Hofmaler; im Inneren der großen Kapelle (sonstzum heiligen Kreuze genannt), welche an der Südfeite desThurms angebauct, und durch besondere gothifchc Fenstererhellet ist, mehrere Bild- und Schnitzwcrke aus der katho-lischen Zeit, wie auch das große Denkmal des Freiherrnvon Köttcritsch und seiner Gemahlin Caritas Disielmcyer(st. 16(1.6 und 1615), aus zweien, einander gegenüber auf-gestellten prachtig verzierten Bildwerken bestehend; und end-lich die Kanzel, welche nicht minder durch ihre prachtvolleVerzierung an Bildhaucrarbcit und vergoldeten Schnitzwcrkals durch ihren Umfang und ihre würdige Form im Gan-zen dem großen Style des Gebäudes, in dem sie stehet,entspricht. Unten ruhet sie auf einem mit Laubwerk beklei-deten Stamme, an dem sich in Beziehung auf die obcr-wärts angebrachten Bildwerke die Symbole der vier Evan-
lösnng drohcte, indem er sie durch bedeutende Geschenke aus seineneigenen Mitteln unterstützte.